10 Herausforderungen im Visier von „Leaps by Bayer“

Den Sprung wagen

Chapter one: the leap of faith – Quantensprung

Die 25-Stufen-Treppe „Gin Lyon“ ist unter Skateboardern legendär. Im 2016 gelang Aaron „Jaws“ Homoki mit einem erfolgreichen Sprung über diese Stufen das, woran Ali Boulala 14 Jahre zuvor scheiterte. Sein Fazit: „Man weiss nie, ob etwas möglich ist. Bis es jemand versucht.“


Boulala und Homoki stehen deshalb als Symbol für die Innovationsinitiative „Leaps by Bayer“: Nur wer sich Grosses vornimmt, kann Grosses erreichen. Mit Leaps (engl. Sprünge) nimmt Bayer zehn grosse Herausforderungen der Menschheit ins Visier. Sie zu lösen käme Quantensprüngen gleich, denn es geht um bahnbrechende Innovationen in den Bereichen Ernährung und Gesundheit.

Interview Aaron Homoki und Ali Boulala

Die 10 Herausforderungen
1. Heilung von angeborener Blindheit
2. Heilung lebensbedrohlicher Blutgerinnungsstörungen bei Kindern
3. Heilung angeborener Herzfehler bei Kindern
4. Regeneration von geschädigten Herzen
5. Behebung von Netzhautschäden und Wiederherstellung des Sehvermögens
6. Wiederherstellung von Hirngewebe zum Schutz des Gedächtnisses
7. Schnelle Bereitstellung von Tierimpfstoffen
8. Regeneration des Bodens und Erhaltung der Wurzelgesundheit
9. Entwicklung zukunftsweisender, ertragreicher und natürlicher Nutzpflanzen
10. Natürliche Insektizide

„Manche sagen, es handele sich um unlösbare Aufgaben. Wir sprechen von ,Leaps‘. Unser Ansatz für die Life-Science-Forschung ist weltweit einmalig“, sagt Kemal Malik, Bayer-Innovationsvorstand.


„Leaps by Bayer“ befasst sich mit Technologien, die nicht Teil der Bayer-Forschung sind, aber diese ideal ergänzen. Um die Herausforderungen anzugehen, hat Bayer gemeinsam mit Partnern drei Unternehmen gegründet und investiert dafür über 500 Millionen Euro von 2016 bis 2020.


„Wir wissen, dass wir uns Projekten mit ungewissem Ausgang verschreiben“, sagt Dr. Axel Bouchon, Leiter von Leaps by Bayer. „Wenn wir aber nur eine einzige der zehn Herausforderungen lösen, haben wir bereits das Leben von Millionen Menschen fundamental verbessert. Wer, wenn nicht ein Konzern wie Bayer, sollte sich diesen Herausforderungen stellen?“

Interview Kemal Malik und Axel Bouchon


+ Casebia: Chance für schwerkranke Kinder

Casebia


Lässt sich angeborene Blindheit heilen? Gibt es eine Chance für Kinder mit angeborenem Herzfehler? Was können wir zur Heilung lebensbedrohlicher Blutgerinnungsstörungen tun? Genau um diese drei Ziele geht es bei Casebia Therapeutics, einem Joint Venture, das Bayer mit dem Schweizer Unternehmen CRISPR Therapeutics gegründet hat. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die zielgerichtete Veränderung des Erbguts von Menschen. Es arbeitet mit einer revolutionären Technologie namens CRISPR-Cas9. Sie ermöglicht es, DNA-Bestandteile präzise zu entfernen und zu ersetzen – wie eine Gen-Schere. Sitz von Casebia ist Boston, weitere Standorte befinden sich in San Francisco, Seattle und Köln.

+ BlueRock Therapeutics: Kranke Zellen reparieren


BlueRock


Zellen sind die Grundlage des menschlichen Lebens. Jede Funktion im menschlichen Körper – ob Gedächtnis, Verdauung oder Herzschlag – ist nur mit gesunden Zellen möglich. Deshalb ist Stammzellforschung äusserst wichtig zur Heilung verschiedener Krankheiten. Mit dem US-amerikanischen Unternehmen Versant Ventures hat Bayer das Joint Venture BlueRock Therapeutics ins Leben gerufen, das in der Stammzellforschung tätig ist: Regeneration geschädigter Herzen, Beheben von Netzhautschäden samt Wiederherstellung des Sehvermögens und Wiederherstellung von Hirngewebe zum Schutz des Gedächtnisses. Forschung und Entwicklung des Unternehmens sind in Toronto, New York und Boston angesiedelt.

+ Joyn Bio: Eine Revolution für den Boden


Joyn Bio


Können wir Mikroben so verbessern, dass sie Pflanzen Stickstoff zur Verfügung stellen und so von aussen zugeführten Stickstoffdünger überflüssig machen? Stickstoffdünger ist ein wichtiger Faktor in der Landwirtschaft. Die Entwicklung solcher Mikroben für wichtige Nutzpflanzen könnte die Landwirtschaft wesentlich effizienter machen und die Emission von Treibhausgasen könnte gleichzeitig sinken. An diesem Ziel arbeitet das neue Unternehmen, das Bayer zusammen mit dem US-Biotechunternehmen Ginkgo Bioworks gegründet hat. Joyn Bio wird in Boston, der Heimat von Ginkgo, sowie im kalifornischen West Sacramento tätig sein. Dort hat Bayer seine F&E-Aktivitäten im Bereich Biologika für Pflanzen vereint.

L.CH.COM.BHC.08.2018.0691-DE/EN/FR