31. August 2015

Verhütungspille Yasmin

Stellungnahme Bayer (Schweiz) AG zu den unzutreffenden Behauptungen der CSS

In ihrem Kundenmagazin hat die CSS unzutreffende Behauptungen zu Bayer veröffentlicht. Diese können nicht so im Raum stehen gelassen werden. Bayer (Schweiz) AG nimmt hiermit Stellung.

Zürich, 31. August 2015 – Bayer hat Kenntnis von den Behauptungen, die die CSS in der neusten Ausgabe ihres Kundenmagazins äussert und weist diese klar zurück. Sie sind unhaltbar und unwissenschaftlich.

Bayer (Schweiz) AG möchte folgende Fakten richtigstellen:

  • Bayer macht in ihren Arzneimittelinformationen ausschliesslich wissenschaftlich fundierte Aussagen und keine falschen Angaben. Bayer (Schweiz) AG weist diese Unterstellung klar zurück.

  • Informationen zu Medikamenten (wie zum Beispiel hormonhaltige Verhütungsmittel) sind gesetzlich geregelt und können von einzelnen Unternehmen nicht nach Gutdünken verfasst werden. Jede einzelne Information muss mit wissenschaftlichen Daten belegt und referenziert werden. Die Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic genehmigt diese Informationen nach eingehender wissenschaftlicher Prüfung. Bei neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen werden die Arzneimittelinformationen aktualisiert.

  • Insbesondere bei den in der Schweiz zugelassenen hormonalen Verhütungsmitteln sind die Angaben zum Grundrisiko (laut CSS „natürliches Risiko“) übereinstimmend. Bayer nimmt hier keineswegs eine Sonderstellung ein. Ein Blick in die Informationen zu anderen hormonellen Verhütungsmitteln bestätigt dies (www.swissmedicinfo.ch).

  • Es gibt Studien, die zum Schluss kommen, dass das Thrombose-Risiko von Präparaten mit Drospirenon, Gestoden und Desogestrel gegenüber Verhütungsmitteln mit Levonorgestrel 1,5 bis 2 Mal höher ist. In der wissenschaftlichen Literatur besteht keine Einigkeit darüber, ob die verschiedenen Gestagene, die in kombinierten Antibabypillen (mit einem Gestagen und einem Östrogen) verwendet werden, zu einem jeweils unterschiedlich hohen Thromboserisiko führen. Einige Studien kamen zum Ergebnis, dass es keinen Unterschied zwischen den Gestagenen gibt, laut anderen Studien gibt es einen solchen Unterschied.

  • Es ist bekannt, dass das Thrombose-Risiko in der Schwangerschaft und vor allem im Wochenbett sehr viel höher ist (siehe Expertenbrief No. 35 der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe SGGG).

  • Wie die CSS zu ihren Berechnungen der genannten Kosten für Nebenwirkungen kommt, ist für Bayer nicht nachvollziehbar.

 

Zum Bundesgerichtsurteil

Bayer (Schweiz) AG möchte nochmals betonen: Das Schicksal von Céline Pfleger geht auch uns sehr nahe. Es macht uns sehr betroffen, wenn eine junge Frau von einem Moment auf den anderen eine schwere Behinderung erleidet.

 

Als die Intras Versicherungen, Tochterunternehmen der CSS, im Jahre 2009 die Kosten der Rehabilitation von Frau Céline Pfleger in unmittelbarer Nähe ihrer Familie nicht mehr bezahlen wollten, hat ihre Mutter Bayer um Hilfe gebeten. Bayer hat in dieser Situation die Familie Pfleger 2009 freiwillig, unbürokratisch und ungeachtet der rechtlichen Einschätzung des Falls unterstützt.

 

So sehr wir die Situation von Céline Pfleger bedauern, gab und gibt es keine rechtliche Grundlage für die Schadenersatzforderung in Höhe von CHF 5,7 Millionen Franken. Bezirks- und Obergericht Zürich und im Januar 2015 schliesslich auch das Bundesgericht haben diese Auffassung klar und eindeutig bestätigt.

 

Die Intras Versicherungen, Tochterunternehmen der CSS, haben sich in Kenntnis der geltenden Rechtslage, der grossen Prozessrisiken und möglichen Kostenfolgen entschieden, dem Prozess als Nebenklägerinnen beizutreten.

 

Kontakt:

Liliane Pieters

E-Mail: liliane.pieters@bayer.com

 

Bayer: Science For A Better Life

Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit, Agrarwirtschaft und hochwertige Polymer-Werkstoffe. Als Innovationsunternehmen setzt Bayer Zeichen in forschungsintensiven Bereichen. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will Bayer den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als „Corporate Citizen“ sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2014 erzielte der Konzern mit 118‘900 Beschäftigten einen Umsatz von 42,2 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,5 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 3,6 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de.

 

Bayer in der Schweiz

Bayer ist in der Schweiz mit den Landesgesellschaften Bayer (Schweiz) AG, Bayer Consumer Care AG sowie Bayer International SA an fünf Standorten in den Kantonen Basel, Basel-Landschaft, Bern, Fribourg und Zürich vertreten. Insgesamt beschäftigt Bayer in der Schweiz 1‘162 Mitarbeitende. Landessprecherin für die Bayer-Gruppe Schweiz ist Barbara Heise.

 

Zukunftsgerichtete Aussagen
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