19. Juli 2016

Selbstmedikation:

Bayer und White Ribbon Alliance sprechen politische Empfehlungen aus und unterstützen Programme zum Schutz der Gesundheit von Müttern, Säuglingen und Kindern

Ein gemeinsames Weissbuch zum hochrangigen Politischen Forum der Vereinten Nationen benennt notwendige Änderungen, um die Selbstmedikation auf globaler, nationaler und lokaler Ebene zu erleichtern. Bayer stellt dazu 1,3 Millionen US-Dollar (etwa 1,2 Millionen Euro) für Programme und Dienstleistungen bereit und verpflichtet sich für drei Jahre, Frauen und Kinder in Entwicklungsländern zu unterstützen.

Whippany (New Jersey), USA, 19. Juli 2016 – Täglich sterben 830 Frauen und 16'000 Kinder unter fünf Jahren an vermeidbaren Todesursachen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt. Aus diesem Grund haben Bayer und die US-amerikanische Nichtregierungsorganisation „White Ribbon Alliance“ heute wichtige politische Empfehlungen veröffentlicht und Programme auf Gemeinde-Ebene gestartet. Gemeinsam wollen sie in zwei Ländern einen Beitrag dazu leisten, die Sterblichkeit von Müttern, Säuglingen und Kindern zu reduzieren und vorzubeugen.

Bayer finanziert diese Programme über einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt 1,3 Millionen US-Dollar (rund 1,2 Millionen Euro). Damit sollen Aktivitäten der „White Ribbon Alliance“ in Bangladesch und Simbabwe ausgebaut werden, die die von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene „Every Woman Every Child“ („Jede Frau, jedes Kind“) Kampagne unterstützen.

Die Bekanntgabe erfolgte zum ersten Jahrestag des gemeinsamen Engagements von Bayer und der White Ribbon Alliance für die UNO-Initiative „Every Woman Every Child“. Die neuerliche Verpflichtung soll zum Erfolg der von den Vereinten Nationen ausgerufenen Ziele nachhaltiger Entwicklung (SDGs) beitragen.

Die Programme sollen unterversorgten Frauen und ihren Familien dabei helfen, Wissen, praktische Fähigkeiten und das Selbstbewusstsein zu entwickeln, sich vor, während und nach einer Entbindung eigenständig um ihre Gesundheit und die ihrer Familie zu kümmern – und damit Kompetenzen für das gesamte Leben zu erwerben. Projekte, die unter Federführung der White Ribbon Alliance durchgeführt werden, konzentrieren sich auf Gesundheitsprobleme und unzureichende medizinische Versorgung. Darunter fällt der Bereich Ernährung, Prävention und medizinische Behandlung kleinerer gesundheitlicher Beschwerden ebenso sowie das Thema Hygiene und die Förderung und Unterstützung der Selbstmedikation auf politischer Ebene.

„Selbstmedikation ist die eigentliche Basis des Gesundheitswesens. Sie kann angespannte Gesundheitssysteme entlasten, Kosten senken und zu mehr Effektivität beitragen“, sagte Dr. Kemal Malik, Vorstandsmitglied der Bayer AG. „Wenn Selbstmedikation an Bedeutung gewinnt und Frauen Zugang zu Informationen haben, mit denen sie ihre Kompetenz in Gesundheitsthemen ausbauen können, setzt dies ein enormes Potenzial frei, das sich messbar auf die Gesundheit der Frauen, Neugeborenen und Kindern auswirkt, und dies über die Dauer von Generationen.“

Die Partnerschaft ist ein zentraler Schritt im Engagement von Bayer, Selbstmedikation für alle zu fördern. So steht es auch in den Politikempfehlungen, die heute von der „White Ribbon Alliance“ und Bayer veröffentlicht wurden. Das Weissbuch unterstreicht das Potenzial der Selbstmedikation, um empfohlene globale Strategien und Aktivitäten voranzutreiben.

„Vorrang für Selbstmedikation bedeutet, dass Frauen zu einem zentralen Element der Gesundheitsversorgung werden, statt das System nur passiv zu nutzen“, so Betsy McCallon, Vorstandsvorsitzende der White Ribbon Alliance.

„Frauen und Familien in diesen Programmen haben keinen Zugang zu hochwertigen medizinischen Dienstleistungen oder gar einer Notfallmedizin. Sie benötigen dringend Unterstützung“, erläuterte die Medizinerin Farhana Ahmad, nationale Koordinatorin der White Ribbon Alliance in Bangladesch. „Partnerschaften unterschiedlicher Akteure, wie in diesem Fall von Bayer und der White Ribbon Alliance, sind unerlässlich für die Durchführung von Aufklärungsprogrammen auf Gemeinde-Ebene. Sie sind Hilfe zur Selbsthilfe und vermitteln den Menschen, wie Selbstmedikation in der Praxis funktioniert. Davon haben sie ihr ganzes Leben lang etwas.“

Bisherige Initiativen im Bereich der Selbstmedikation haben keinen umfassenden Reformansatz gezeigt, sondern sie waren auf einzelne Krankheiten oder Ärzte beschränkt. Ziel muss es jedoch sein, das Thema auf breiter Basis anzugehen und auf den Einzelnen zu richten. Damit lassen sich langfristig positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen und die Gesellschaft auch über Generationen hinaus erzielen.

Die Partnerschaft mit dem Schwerpunkt Selbstmedikation wird zur Erreichung der Ziele nachhaltiger Entwicklung der UNO beitragen. Dr. David Nabarro, Sonderberater des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für die Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung und Klimawandel, sagte: „Da ein umfassender Gesundheitsschutz eines unserer gemeinsamen Ziele für die kommenden fünfzehn Jahre ist, müssen wir uns genau überlegen, wie wir dieses Ziel mit Blick auf ein nachhaltiges Gesundheitssystem erreichen wollen. Investitionen in die Selbstmedikation kommen der Gesundheit aller zugute und können dazu beitragen, Gesundheitssysteme zu entlasten.“

Ein Appell zu politischen Massnahmen auf allen Ebenen
Bayer und die White Ribbon Alliance haben auch darauf hingewiesen, dass Änderungen in den globalen, nationalen aber auch lokalen Systemen und Strukturen notwendig sind, um Müttern, Neugeborenen und Kindern Selbstmedikation zu ermöglichen und diese als Bestandteil der Gesundheitssysteme zu etablieren. Die Partner betonten die Bedeutung eines gesetzlichen und gesellschaftlichen Umfelds, in dem Frauen sich selbst vertrauen, die eigenen Rechte kennen und Massnahmen treffen, die der eigenen Gesundheit und der Gesundheit der Allgemeinheit dienen.

Mit weiteren bereichsübergreifenden Partnerschaften werden Bayer und die White Ribbon Alliance die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen und wichtigen Meinungsbildnern unterstützen und Initiativen zur Selbstmedikation fördern in der Absicht, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen.

Bayer: Science For A Better Life
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als „Corporate Citizen“ sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte der Konzern mit rund 117'000 Beschäftigten einen Umsatz von 46,3 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 4,3 Milliarden Euro. Diese Zahlen schliessen das Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen ein, das am 6. Oktober 2015 als eigenständige Gesellschaft unter dem Namen Covestro an die Börse gebracht wurde. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

Die White Ribbon Alliance
Die White Ribbon Alliance ist ein starkes Netzwerk, das sich auf lokaler, nationaler und globaler Ebene für die Gesundheit von Müttern und Neugeborenen und ihre Rechte einsetzt. Wir helfen Menschen, ihre Macht zu erkennen und zu nutzen, indem sie fordern, dass alle Frauen und ihre Kinder vor, während und nach einer Schwangerschaft sicher und gesund leben. Keine Frau, ob jung oder alt, sollte während der Schwangerschaft, bei der Niederkunft oder im Wochenbett, in der empfindlichsten Phase für Mutter und Kind, sterben. Doch in vielen Ländern ist die Geburt eines Kindes noch immer die Hauptursache für den Tod junger Frauen. Es wurde zwar bereits viel erreicht – die Todesrate hat sich halbiert –, aber es muss endlich ein entscheidender Wandel eintreten. Frauen haben ein Anrecht auf eine gesundheitliche Versorgung, die sie schützt. Wir wissen, dass das möglich ist. Helfen Sie uns dabei. Bringen Sie sich ein, werden Sie Mitglied und unterstützen Sie unsere Arbeit: www.whiteribbonalliance.orgfacebook.com/whiteribbonalliance @WRAglobal www.whiteribbonalliance.org/donate

„Every Woman, Every Child“
„Every Woman, Every Child“ ist eine neue globale Initiative, die zur Entwicklung und Intensivierung internationaler und nationaler Massnahmen gegen die wesentlichen gesundheitlichen Probleme von Frauen, Kindern Jugendlichen anregen will – seien dies Aktivitäten von staatlicher Seite, von der UNO, anderen internationalen Organisationen, der Privatwirtschaft oder auch der Zivilgesellschaft. Die Bewegung setzt die Globale Strategie für die Gesundheit von Frauen, Kindern und Jugendlichen in die Praxis um. Diese Strategie bietet eine Richtschnur (eine so genannte Roadmap), damit innerhalb einer Generation sämtliche vermeidbaren Todesfälle von Frauen, Kindern und Jugendlichen tatsächlich vermieden werden. So stellt sie auf das Wohlergehen dieser Menschen ab. Mehr über „Every Woman, Every Child“ finden Sie auf der Website: everywomaneverychild.org. Informationen finden Sie auch auf Twitter unter dem Hashtag @unfewec #EWECisME


Mehr Informationen finden Sie unter www.bayer.de.


Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schliessen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.