11. September 2017

Bayer und das Vanderbilt University Medical Center entwickeln gemeinsam neue Therapien zur Behandlung von Nierenerkrankungen

Zürich/Berlin, 11. September 2017 – Bayer und das Vanderbilt University Medical Center (VUMC), Nashville, Tennessee, USA, haben eine fünfjährige strategische Forschungsallianz zur Bekämpfung von Nierenerkrankungen unterzeichnet. Beide Partner werden gemeinsam an der Identifizierung und Entwicklung neuer potenzieller Wirkstoffe zur Behandlung von Nierenerkrankungen arbeiten. Ziel ist die schnelle Übertragung innovativer Ansätze vom Labor in die präklinische Entwicklung.

 

Patienten, mit terminalem Nierenversagen stehen nur Dialyse, Nierentransplantation und Palliativ-medizin als Behandlungsoptionen zur Verfügung, da es derzeit keine wirksamen Behandlungs-methoden gibt, die die kardiovaskulären Konsequenzen chronischer Nierenerkrankungen verhindern und gleichzeitig das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen oder umkehren können. Ziel der neuen strategischen Forschungsallianz ist es, im Rahmen der Kooperation zwei neue Wirkstoff¬kandidaten zur Behandlung von Nierenerkrankungen zu entwickeln.

 

„Bayer engagiert sich für den Ausbau der Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet von Nieren-erkrankungen“, sagte Dr. Andreas Busch, Mitglied des Executive Committee der Pharmaceuticals Division der Bayer AG und Head of Drug Discovery. „Zur Ergänzung unserer eigenen Forschungs-aktivitäten streben wir nach einer Zusammenarbeit mit industriellen und akademischen Partnern, um gemeinsam innovative Wirkstoffkandidaten zu entwickeln und Patienten neue Behandlungs-optionen zu ermöglichen. Wir freuen uns daher sehr über die Partnerschaft mit dem Vanderbilt University Medical Center, einem der führenden akademischen Zentren für Nierenerkrankungen und klinischer Translation.“

 

„Unsere Mission ist die Durchführung innovativer Forschung und die Umsetzung wissenschaftlicher Entdeckungen, um Nierenerkrankungen vorzubeugen, zu diagnostizieren und auch zu behandeln“, sagte Professor Ray Harris, Direktor des Vanderbilt Center for Kidney Disease am VUMC. „Bayer und das Vanderbilt University Medical Center werden zusammen an mehreren Projekten arbeiten und dabei jeweils ihre Expertisen einbringen können. Die gemeinsame Forschung wird uns hoffentlich ermöglichen, Fortschritte im Bereich von Nierenerkrankungen zu machen.“

 

Im Rahmen der Kooperation werden Bayer und das Vanderbilt University Medical Center gemeinsame Forschungsaktivitäten in den Bereichen Targetvalidierung, Assayentwicklung und Wirkstoffoptimierung durchführen. Beide Partner werden sowohl Personal als auch Infrastruktur zur Bearbeitung wichtiger wissenschaftlicher Fragestellungen beisteuern. Bayer erhält eine Option zur exklusiven Nutzung der Ergebnisse dieser Kooperation. Die finanziellen Konditionen der Vereinbarung wurden nicht bekannt gegeben.

 

Über Nierenerkrankungen

Bei einer chronischen Nierenerkrankung wird ein voranschreitender Verlust der Nierenfunktion über mehrere Monate bis Jahre beobachtet, der auf Ebene des Nierengewebes durch eine Entzündung und Vernarbung charakterisiert ist. Die fortschreitende Zerstörung der Nephrone verursacht einen Verlust der glomerulären Filtrationsrate, häufig gefolgt von einem terminalen Nierenversagen (end-stage renal disease, ESRD), was Dialysebehandlungen oder Nieren-transplantationen erforderlich macht. Zu den Hauptursachen für die Entwicklung von chronischen Nierenerkrankungen gehören Diabetes, hoher Blutdruck und chronische Nierenentzündungen (Glomerulonephritis).

 

Über das Vanderbilt University Medical Center (VUMC)

Mit über 2 Millionen Patientenbesuchen im Jahr ist das VUMC eines der grössten akademischen Gesundheitszentren im mittleren Süden der USA und stellt damit die wichtigste Ressource im Bereich der spezialisierten und primären Gesundheitsversorgung in Hunderten Fachbereichen für Patienten in Tennessee dar. Das biomedizinische Forschungsprogramm der School of Medicine gehört zu den besten zehn des Landes im Hinblick auf die Peer-Review-Finanzierung durch die National Institutes of Health. Es erhielt im Jahre 2016 mehr als 500 Millionen US-Dollar aus öffentlichen und privaten Zuwendungen. Das VUMCist die Hauptanlaufstelle in der Region für die postgraduierte medizinische Ausbildung, mit über 1.000 Assistenzärzten und wissenschaftlichen Mitarbeitern in mehr als 100 Spezialgebieten. Das Vanderbilt Center for Kidney Disease blickt auf eine lange und bemerkenswerte Tradition in der Erforschung, der Behandlung, den Ursachen und möglichen Therapien der Nierenerkrankung zurück. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter https://ww2.mc.vanderbilt.edu/

 

Kontakt:

Irène Stephan

E-Mail: irene.stephan@bayer.com

Telefon: 044 465 81 86

 

Weitere Informationen: www.bayer.ch

 

Bayer: Science For A Better Life

Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als „Corporate Citizen“ sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte der Konzern mit rund 115‘200 Beschäftigten einen Umsatz von 46,8 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 4,7 Milliarden Euro. Diese Zahlen schliessen das Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen ein, das am 6. Oktober 2015 als eigenständige Gesellschaft unter dem Namen Covestro an die Börse gebracht wurde. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

 

Bayer in der Schweiz

Bayer ist in der Schweiz mit den drei Landesgesellschaften Bayer (Schweiz) AG, Bayer Consumer Care AG und Bayer CropScience Schweiz AG an vier Standorten in den Kantonen Basel, Basel-Landschaft, Bern sowie Zürich vertreten. Insgesamt beschäftigt Bayer in der Schweiz rund 1‘100 Mitarbeitende. Landessprecherin für die Bayer-Gruppe Schweiz ist Barbara Heise.

 

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presse-Information kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewiss¬heiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schliessen die¬jenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

 

L.CH.COM.BHC.09.2017.0522-DE/EN