08. Juli 2014

Stellungnahme der Pflanzenschutz-Unternehmen in der Schweiz zur Einreichung der "Initiative für Ernährungssicherheit" des Schweizer Bauernverbandes

Zürich, 8. Juli 2014 - Der Schweizer Bauernverband hat heute seine Volksinitiative „für Ernährungssicherheit“ bei der Schweizerischen Bundeskanzlei eingereicht. Das Ziel der Initiative ist, mit einem neuen Artikel in der Bundesverfassung die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln aus vielfältiger und nachhaltiger einheimischer Produktion zu stärken, das schwindende Kulturland besser zu schützen und das Qualitäts-niveau bei Lebensmitteln hoch zu halten. Die Firmen Bayer, Leu + Gygax, Omya, Stähler und Syngenta unterstützen Schweizer Landwirte mit massgeschneiderten Produktelösungen und Dienstleistungen dabei. Sie begrüssen, dass durch diese Initiative die Diskussion um die Voraussetzungen für eine produzierende Landwirtschaft und den Beitrag der Schweizer Produktion zur globalen Ernährungs-sicherheit in einer breiteren Öffentlichkeit geführt wird.

 

Die Schweizer Pflanzenschutzunternehmen setzen sich als Partner der Schweizer Landwirte für eine produzierende Landwirtschaft in der Schweiz ein, die gleichzeitig die natürlichen Ressourcen schont. Sie teilen die Ziele der Initiative, die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln aus vielfältiger und nachhaltiger einheimischer Produktion zu stärken, das schwindende Kulturland besser zu schützen und das Qualitätsniveau bei Lebensmitteln hoch zu halten.

 

Landwirtschaft verfolgt den Zweck der Produktion von Lebens- und Futtermitteln sowie von pflanzlichen Fasern, die für den Menschen unverzichtbar sind. Jede Art von Landwirtschaft benötigt Hilfsmittel, die mit der notwendigen Sorgfalt einzusetzen sind. Ohne Pflanzenschutz würde der weltweite Ertrag in der Land-wirtschaft gemäss Berechnungen der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) um bis zu 40% geringer ausfallen, in der Schweiz rechnet das Bundesamt für Landwirtschaft ebenfalls mit Minder-erträgen zwischen 20 bis 40 %, je nach Witterung und Kultur. Man geht davon aus, dass die Weltbevölkerung bis im Jahr 2050 auf über 9 Milliarden Menschen anwachsen wird; die FAO spricht deshalb von einer not-wendigen Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität um 70 % bis zu diesem Zeitpunkt. Die Schweiz ist bereits heute ein Nettoimportland von Nahrungsmitteln: Es werden rund 45 % der in der Schweiz konsu-mierten Nahrungsmittel importiert. „Die Frage, wie die landwirtschaftliche Nutzfläche künftig bebaut werden soll und ob es sinnvoll ist, rund die Hälfte unserer Nahrungsmittel zu importieren oder diesen Anteil sogar noch zu erhöhen, rückt damit aus gesellschaftspolitischen wie Nachhhaltigkeitsüberlegungen in den Vordergrund“ sagt  Werner Ambauen, Inhaber und Geschäftsführer von Leu + Gygax.

 

„Angesichts des globalen Bevölkerungswachstums, der veränderten Essgewohnheiten sowie des Klima-wandels stellt sich die Frage, wie wir auch in der Schweiz mehr Nahrungsmittel erzeugen, ohne mehr Ackerland, Wasser, Dünger und Pflanzenschutzmittel einzusetzen“ sagt Stefan Odermatt, Leiter Verkauf Schweiz bei Syngenta in Dielsdorf. „Unser Land muss seine Landwirtschaftsflächen erhalten und den Ertrag optimieren, um seinen Beitrag zur globalen Ernährungssicherheit zu leisten“ ist Alois Frank, Omya (Schweiz) AG, überzeugt.  „Eine nachhaltige Intensivierung bedeutet, das vorhandene Kulturland intelligent zu bewirtschaften und gleichzeitig die Biodiversität auf dem unbewirtschafteten Land zu fördern“  erläutert Stephan Lack, Geschäftsleiter von Stähler. Barbara Heise, Geschäftsführerin Bayer (Schweiz) AG, ergänzt: „Landwirte stehen täglich vor der grossen Herausforderung, die begrenzten natürlichen Ressourcen verantwortungsvoll zu nutzen und gleichzeitig den bestmöglichen Ertrag aus ihrer Ackerfläche zu erzielen. Beides ist wichtig, damit die Ernährungssicherheit langfristig gewahrt wird.“

 

Die unterzeichnenden Firmen wünschen sich eine pragmatische Diskussion und eine ehrliche Auseinandersetzung mit der Herausforderung „Globale Ernährungssicherheit“ und der Frage, welchen Beitrag unser Land zu einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion leisten kann und leisten muss.

 

Kontakt:

Barbara Zimmermann, Head of Corporate Communication, Bayer (Schweiz) AG, Tel. 044 465 83 20

Werner Ambauen, Inhaber und Geschäftsführer, Leu + Gygax AG,  Tel. 056 201 45 43

Alois Frank, Omya (Schweiz) AG, AGRO, Einkauf / Beratung, Tel. 062 789 27 81

Stephan Lack, Geschäftsleiter Stähler Suisse SA, Tel. 062 746 80 00

Savina La Scalea, Media Relations Manager, Syngenta Crop Protection AG, Tel. 061 323 81 62