Offenlegung

Bericht der Zuwendungen

In Übereinstimmung mit dem Pharma-Kooperations-Kodex legt Bayer alle geldwerten Zuwendungen an medizinische Fachpersonen und Organisationen im Gesundheitswesen offen, die im Zusammenhang mit der Entwicklung und dem wissenschaftlichen Austausch von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln erfolgen.

 

Die veröffentlichten Daten beinhalten Zuwendungen in vier Kategorien:

KategorienZuwendungen an
medizinische FachpersonenOrganisationen im Gesundheitswesen
Zuwendungen und Subventionen

-

heilmittelrechtlich zulässige Spenden
Kostenbeiträge für die Teilnahme an Veranstaltungen1. Registrierungsgebühren für eine Veranstaltung
2. Hotel-, Reise-, Transfer- und Visakosten
1. Sponsoring einer Veranstaltung, organisiert durch eine Organisation im Gesundheitswesen
2. Registrierungsgebühren
3. Hotel-, Reise-, Transfer- und Visakosten
Entschädigung für Beratungs- oder andere Dienstleistungen1. Honorare und Beratungsgebühren
2. Hotel- und Reisekosten im Zusammenhang mit der Kategorie Honorare und Beratungsgebühren
Finanzielle Unterstützung von Forschung und Entwicklung1. Klinische Studien
2. Kosten für Beratungen bei klinischen Studien
3. Hotel- und Reisekosten im Zusammenhang mit klinischen Studien

Erfahren Sie mehr über unser Verfahren der Offenlegung von Zuwendungen

 

Die allgemeinen Regeln des Pharma-Kooperations-Kodex gelten für alle Mitgliedsunternehmen, und alle Unternehmen legen geldwerten Zuwendungen an medizinische Fachpersonen und Organisationen im Gesundheitswesen in einem vordefinierten Format offen. Einige Verfahrensmodalitäten können allerdings durch die Unternehmen selbst festgelegt werden, um sie flexibel an interne Prozesse anpassen zu können. Die folgenden Hinweise zum Verfahren der Offenlegung helfen Ihnen zu verstehen, wie Bayer in der Schweiz die relevanten Informationen dokumentiert und offenlegt.

Methodische Hinweise zur Umsetzung der Offenlegungsregelung gemäss Pharma-Kooperations-Kodex für das Berichtsjahr 2015

Wir sind überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit Ärzten und die Unterstützung von Ärztefortbildungen einen wesentlichen Beitrag zur bestmöglichen Behandlung von Patienten leisten. Im Einklang mit unseren Werten sprechen wir uns für Transparenz aus, wenn es darum geht, wie wir medizinische Fachpersonen und Organisationen im Gesundheitswesen für die bereitgestellte Zeit und Expertise vergüten. Bei der Zusammenarbeit mit medizinischen Fachpersonen und Organisationen im Gesundheitswesen befolgen wir die geltende Gesetzgebung sowie Branchenrichtlinien, wie zum Beispiel die Verhaltenskodizes von scienceindustries, und respektieren die Unabhängigkeit und Integrität der medizinischen Fachpersonen und Organisationen im Gesundheitswesen.

 

Als Mitglied von scienceindustries begrüssen wir es, die Natur und den Umfang unserer Zusammenarbeit mit medizinischen Fachpersonen und Organisationen im Gesundheitswesen für die Öffentlichkeit nachvollziehbar und transparent zu gestalten. Scienceindustries hat zu diesem Zweck den Pharma-Kooperations-Kodex (PKK), den Verhaltenskodex der pharmazeutischen Industrie in der Schweiz über die Zusammenarbeit mit Fachkreisen und Patientenorganisationen, erarbeitet. Dieser Kodex basiert auf den Regelungen des europäischen Kodex, dem Disclosure Code, der European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA). Diese Kodizes sollen dazu beitragen, bereits den Anschein von Interessenkonflikten im Ansatz zu vermeiden und das Verständnis der Öffentlichkeit hinsichtlich des hohen Wertes und der Notwendigkeit der Zusammenarbeit von pharmazeutischen Unternehmen mit medizinischen Fachpersonen weiter zu verbessern. Zu den medizinischen Fachpersonen zählen alle in Europa ansässigen und hauptberuflich tätigen Ärzte und Apotheker sowie alle Angehörigen medizinischer, zahnmedizinischer, pharmazeutischer oder sonstiger Pflegeberufe und sämtliche andere Personen, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit Humanarzneimittel verschreiben oder anwenden oder mit diesen in erlaubter Weise Handel treiben. Dies umfasst beispielsweise auch Mitarbeitende öffentlicher Stellen oder Mitarbeitende von Krankenkassen und sonstigen Kostenträgern, die dafür verantwortlich sind, Arzneimittel zu verschreiben, zu beziehen, zu liefern, zu verabreichen oder über die Erstattungsfähigkeit von Arzneimitteln zu entscheiden.

 

In Umsetzung des Pharma-Kooperations-Kodex (PKK; Stand Juli 2015) veröffentlichen wir alle geldwerten Zuwendungen, die wir direkt oder indirekt an medizinische Fachpersonen und Organisationen im Gesundheitswesen leisten. Ein Berichtzeitraum umfasst ein Kalenderjahr, wobei wir den Bericht jeweils im Juni des darauffolgenden Jahres veröffentlichen.

 

Die vorliegenden methodischen Hinweise erläutern, wie wir im Sinne des Pharma-Kooperations-Kodex die geldwerten Zuwendungen erfassen und offenlegen. Wir möchten insbesondere die zugrundeliegende Methodik verdeutlichen und mit konkreten Fragen aufzeigen, wie wir diese im Rahmen der Veröffentlichung behandeln. Bei Zweifeln über die Veröffentlichungspflicht einer konkreten Zuwendung gehen wir im Sinne der Transparenz davon aus, dass die Zuwendung grundsätzlich offenzulegen ist. Lediglich dann, wenn die geldwerte Zuwendung eindeutig nicht in den Anwendungsbereich der Veröffentlichungs-pflichten fällt, sehen wir von einer Publikation ab.

 

Wir haben diese methodischen Hinweise nach folgendem Muster aufgebaut: Unter einer konkreten Fragestellung folgen Erläuterungen oder Beispiele und konkrete Hinweise, in welcher Weise wir die Anforderungen des Pharma-Kooperations-Kodex (PKK) für das jeweilige Berichtsjahr umsetzen.

I. Datenschutzrechtliche Fragen

Rechtlicher Hintergrund

Da es sich beim Pharma-Kooperations-Kodex um eine freiwillige Selbstverpflichtung der pharmazeutischen Industrie handelt, kann eine Veröffentlichung personenbezogener Daten nur mit der Einwilligung der betroffenen Person erfolgen. Dies gilt auch für Organisationen im Gesundheitswesen, sogenannte juristische Personen. Jede Person geniesst den grundrechtlich gesicherten Schutz seiner Daten. Das Grundrecht auf Datenschutz umfasst die Erhebung, Verarbeitung und Weitergabe aller persönlichen Daten. Diese dürfen nur auf Grundlage einer datenschutzrechtlichen Einwilligung der Person erfolgen. An diese werden hohe Anforderungen gestellt. Die Einwilligung muss insbesondere ausdrücklich erfolgen, in Vertragstexten oder ähnlichen Dokumenten optisch hervorgehoben werden sowie transparent und klar formuliert sein.

 

Methodische Umsetzung

Bayer verlangt von allen medizinischen Fachpersonen und Organisationen im Gesundheitswesen, denen geldwerte Zuwendungen gewährt werden, eine Einwilligung in die Veröffentlichung dieser Zuwendungen. Sofern eine Einwilligungserklärung nicht erteilt wird, können wir die geldwerte Zuwendung nur als zusammengefassten, sogenannt aggregierten, Betrag veröffentlichen, das heisst ohne namentliche Nennung des Zuwendungsempfängers.

Beispiel

Dieser Fall kann auftreten, wenn eine medizinische Fachperson zum Beispiel mit der Veröffentlichung der Zuwendungen für eine Kongressteilnahme einverstanden ist (zum Beispiel etwa Reise- und Unterbringungskosten), nicht aber mit der Veröffentlichung eines davon unabhängigen Beraterhonorars.

 

Methodische Umsetzung

Da Bayer eine Generaleinwilligung einholt (siehe Frage 3), können medizinische Fachpersonen bzw. Organisationen im Gesundheitswesen keine Einwilligung für einzelne Zuwendungen geben. Sofern eine Einwilligungserklärung nicht erteilt wird, können wir die geldwerte Zuwendung nur als zusammengefassten, sogenannt aggregierten, Betrag veröffentlichen, das heisst ohne namentliche Nennung des Zuwendungsempfängers.

Methodische Umsetzung

Bayer geht folgendermassen vor, um die Einwilligung von medizinischen Fachpersonen und Organisationen im Gesundheitswesen zu erhalten:

 

Vor der ersten relevanten Aktivität mit dem betroffenen Empfänger bittet Bayer um die Einwilligung zur Veröffentlichung. Der Empfänger wird über den Hintergrund des Pharma-Kooperations-Kodex aufgeklärt und erhält zudem Informationen über unsere interne Datenverarbeitung. Der Empfänger kann sodann entscheiden, ob er eine Einwilligung für alle Zuwendungen innerhalb mindestens einer Berichtsperiode erteilen will oder ob er der Veröffentlichung widerspricht. Erhalten wir trotz wiederholter Nachfrage keine Antwort, werden die Daten aggregiert veröffentlicht. Eine Einwilligung für einzelne Zuwendungen ist nicht möglich (siehe Frage 2).

Methodische Umsetzung

Grundsätzlich erfolgt die Veröffentlichung des Berichts für einen Zeitraum von drei Jahren. Bayer passt den Bericht an, sofern dies (beispielsweise aus rechtlichen Gründen) erforderlich ist.

II. Allgemeine Grundsatzfragen

Beispiele

Eine „grenzüberschreitende“ Zuwendung liegt immer dann vor, wenn die geldwerte Zuwendung in einem anderen Land gewährt wird als demjenigen Land, in dem die medizinische Fachperson bzw. Organisation den Sitz, die Praxis oder die Hauptniederlassung hat. Eine „grenzüberschreitende“ Zuwendung ist beispielsweise gegeben, wenn unsere Konzerngesellschaft in Italien einen Schweizer Arzt als Referenten engagiert und diesem ein Honorar zahlt.

 

Methodische Umsetzung

Geldwerte Zuwendungen, die ein Unternehmen des Bayer-Konzerns an eine medizinische Fachperson oder Organisation im Gesundheitswesen mit Sitz in einem anderen europäischen Land leistet, werden von dem mit uns verbunden Unternehmen veröffentlicht, das in diesem Land ansässig ist. Im genannten Beispiel erfolgt die Veröffentlichung durch die Schweizer Gesellschaft. Hat kein mit uns verbundenes Unternehmen seinen Sitz im betreffenden Land, nehmen wir die Veröffentlichung für dieses Land auf unserer zentralen Website vor.

 

Die gleichen Regeln gelten, wenn eine Bayer-Gesellschaft mit Sitz ausserhalb des Schweizer bzw. EFPIA-Raumes eine Zuwendung an medizinische Fachperson oder Organisation im Gesundheitswesen in der Schweiz bzw. in einem EFPIA-Land tätigt.

Beispiele

Ein in der Schweiz ansässiger Arzt wird von uns für die Teilnahme an einem in den USA stattfindenden Fachkongress finanziell unterstützt, die Kongressgebühr wird in US-Dollar gezahlt.

 

Ein in Grossbritannien ansässiger Arzt wird als Referent für eine Fortbildung in Italien tätig. Unsere italienische Tochtergesellschaft bezahlt den Flug in Euro.

 

Methodische Umsetzung

Im Schweizer Bericht weisen wir alle geldwerten Zuwendungen ausschliesslich in Schweizer Franken aus. Wurde die ursprüngliche Zuwendung nicht in Schweizer Franken geleistet, rechnen wir sie in Schweizer Franken um.

 

Im ersten Beispiel würden wir die Kongressgebühr in Schweizer Franken umrechnen.

 

Im zweiten Beispiel würde die britische Bayer-Gesellschaft die Kosten des Fluges in Britische Pfund umrechnen und diesen Betrag offenlegen.

Rechtlicher Hintergrund

Grundsätzlich steht es nach dem Pharma-Kooperations-Kodex frei, die ausgewiesenen Beträge als Netto- oder Bruttobeträge anzugeben, das heisst entweder mit oder ohne Mehrwertsteuer.

 

Methodische Umsetzung

Bayer weist in der Veröffentlichung der geleisteten Zuwendungen alle Beträge als Nettobeträge aus, das heisst ohne Mehrwertsteuer.

Rechtlicher Hintergrund

In den Anwendungsbereich des Pharma-Kooperations-Kodex fallen nur geldwerte Zuwendungen, die im Zusammenhang mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln getätigt werden. In der Praxis kann sich die geldwerte Zuwendung jedoch auch auf eine Gruppe von Produkte beziehen, zur der neben rezeptpflichtigen Arzneimitteln auch rezeptfreie Arzneimittel und andere Produkte gehören.

 

Beispiel

Medizinische Fachpersonen werden zu einer Fortbildung eingeladen, bei der Studienresultate für ein rezeptpflichtiges Medikament präsentiert werden. Auf der gleichen Veranstaltung werden auch Vorträge über rezeptfreie Produkte im selben Therapiegebiet gehalten.

 

Methodische Umsetzung

Solange Zuwendungen nicht ausschliesslich im Zusammenhang mit rezeptfreien Medikamenten oder Medizinprodukten stehen – die nicht vom Pharma-Kooperations-Kodex erfasst sind – wird Bayer derartige Zuwendungen vollständig offenlegen.

Beispiel

Diese Frage kann sich in verschiedenen Situationen stellen:

 

1) Eine medizinische Fachperson schliesst mit Bayer in einer Berichtsperiode einen Referentenvertrag ab. Die für die Tätigkeit notwendigen Flüge werden unmittelbar gebucht. Die Veranstaltung findet jedoch erst in der folgenden Berichtsperiode statt.

 

2) Ein Sponsoringvertrag für eine Fortbildung wird in einer Berichtsperiode geschlossen, die Fortbildung findet erst in der folgenden Berichtsperiode statt.

 

3) Ein Referent wird für eine Veranstaltung engagiert, die zum Ende einer Berichtsperiode stattfindet. Der Referent stellt die Rechnung erst in der folgenden Berichtsperiode und das Honorar wird auch erst dann bezahlt.

 

4) Eine medizinische Fachperson schliesst einen Beratervertrag mit Bayer ab, der eine Dauer von 18 Monaten hat.

 

Methodische Umsetzung

Wir veröffentlichen die Zuwendungen nach folgenden Regeln:

 

Für Aktivitäten innerhalb eines kurzen, definierten Zeitraumes (zum Beispiel Kongresse oder andere wissenschaftliche Veranstaltungen) entscheidet das Startdatum dieser Aktivität über den Berichtszeitraum. Im Fall langfristiger Aktivitäten ist das Datum entscheidend, an dem die relevante Rechnung bei Bayer gebucht wird. Spenden werden stets in der Berichtsperiode offengelegt, in der sie ausbezahlt werden.

 

Sollte eine Rechnung für eine Aktivität, die innerhalb eines kurzen, definierten Zeitraumes stattfindet, nicht früh genug eingehen, um die Zahlung noch in den Bericht aufzunehmen, wird eine solche Zahlung in der folgenden Berichtsperiode offengelegt.

 

Für die genannten Beispiele ergibt sich somit Folgendes:

 

1) Da es sich bei der Veranstaltung um eine Aktivität innerhalb eines kurzen, definierten Zeitraumes handelt, werden alle damit verbundenen Zuwendungen in der Berichtsperiode offengelegt, in der die Veranstaltung stattfindet. Nur wenn Rechnungen (zum Beispiel für das Honorar) zu spät eingehen, um Zahlungen noch zu berücksichtigen, wird die entsprechende Zahlung in der darauffolgenden Berichtsperiode offengelegt.

 

2) Da es sich bei der Fortbildung um eine Aktivität innerhalb eines kurzen, definierten Zeitraumes handelt, werden alle damit verbundenen Zuwendungen in der Berichtsperiode offengelegt, in der sie stattfindet. Nur wenn Rechnungen (zum Beispiel für das Honorar) zu spät eingehen, um Zahlungen noch zu berücksichtigen, wird die entsprechende Zahlung in der darauffolgenden Berichtsperiode offengelegt.

 

3) Da der Referent für eine konkrete Veranstaltung engagiert wird, werden relevante Zuwendungen in der Berichtsperiode offengelegt, in der die Veranstaltung stattfindet. Nur wenn Rechnungen (zum Beispiel für das Honorar) zu spät eingehen, um Zahlungen noch zu berücksichtigen, wird die entsprechende Zahlung in der darauffolgenden Berichtsperiode offengelegt.

 

4) Da es sich bei dem Beraterverhältnis um eine länger andauernde Aktivität handelt, werden relevante Zuwendungen in der Berichtsperiode offengelegt, in der die dazugehörigen Rechnungen bei Bayer gebucht werden.

 

Sollten sich unsere Regeln ändern, sodass eine Zuwendung nach den vormaligen Regeln im späteren Berichtszeitraum zu veröffentlichen wäre, nach Änderung der Regeln jedoch im früheren Berichtszeitraum, veröffentlichen wir die Zuwendung dennoch im späteren Berichtszeitraum. Auf diese Weise führt eine Änderung unserer internen Regeln nicht dazu, dass eine veröffentlichungspflichtige geldwerte Zuwendung unveröffentlicht bleibt.

Beispiel

Diese Frage stellt sich beispielsweise, wenn Bayer mit einem Arzt einen Beratervertrag abschliesst, der eine dreijährige Laufzeit hat und insgesamt ein Honorar von 3500 Schweizer Franken umfasst.

 

Methodische Umsetzung

In diesem Fall veröffentlichen wir die einzelnen Honorarzahlungen basierend auf dem Datum, an dem die relevanten Rechnungen bei Bayer gebucht werden (siehe auch Frage 9). Details sind vom konkreten Beratervertrag abhängig (zum Beispiel welche Leistungen in welchem Zeitraum zu erbringen sind, welches konkrete Teilhonorar hierfür anfällt etc.)

Methodische Umsetzung

Grundsätzlich veröffentlichen wir geldwerte Zuwendungen nach dem Pharma-Kooperations-Kodex individualisiert. Soweit sich die Zuwendung anteilig den jeweiligen Organisationen zuordnen lässt, werden die Anteile unter der Bezeichnung der jeweiligen Organisation veröffentlicht.

 

Falls eine solche Zuordnung nicht möglich ist, gehen wir davon aus, dass jede Organisation denselben Anteil am Gesamtbetrag erhalten hat und veröffentlichen dies entsprechend.

Hintergrund

Bei Contract bzw. Clinical Research Organisations handelt es sich um Auftragsforschungsinstitute, die als Dienstleister für Unternehmen der pharmazeutischen Industrie gegen Entgelt Aufgaben im Bereich der Planung und Durchführung klinischer Studien übernehmen.

 

Methodische Umsetzung

Grundsätzlich veröffentlichen wir Leistungen an eine von uns beauftragte CRO nicht. Eine Ausnahme gilt nur dann,

 

• wenn die CRO sich aus medizinischen Fachpersonen zusammensetzt oder mit einer medizinischen Institution (etwa einem Universitätsspital oder einer staatlichen Institution) verbunden ist. In diesem Fall gilt sie als Organisation im Gesundheitswesen und geldwerte Zuwendungen an sie werden von uns nach den allgemeinen Regeln veröffentlicht.

 

• wenn durch die CRO mittelbar geldwerte Zuwendungen an medizinischen Fachpersonen erbracht werden (sogenannte "pass-through costs"). In diesem Fall werden die geldwerten Zuwendungen von uns nach den allgemeinen Regeln veröffentlicht. Hierbei handelt es sich in der Regel um Zuwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung, die aggregiert offengelegt werden.

Methodische Umsetzung

Grundsätzlich fallen geldwerte Zuwendungen an Universitäten oder andere Bildungseinrichtungen nicht in den Anwendungsbereich des Pharma-Kooperations-Kodex. Eine Veröffentlichung nehmen wir nur dann vor, wenn die Zuwendungen mittelbar an eine Organisation im Gesundheitswesen, etwa ein Universitätsspital, oder eine bzw. mehrere medizinische Fachperson/en gelangen. In diesem Fall erfassen wir die Zuwendung unter dem Namen der Universität oder der anderen Bildungseinrichtung, an die sie gewährt wird.

Methodische Umsetzung

Sofern uns bekannt ist, dass eine von uns an Dritte geleistete geldwerte Zuwendung einer medizinischen Fachperson oder einer Organisation im Gesundheitswesen zugutekommt oder an diese gelangt, nehmen wir grundsätzlich eine Veröffentlichung unter Nennung des Namens der Fachperson bzw. Organisation vor. Unsere Verträge mit relevanten Dritten sehen vor, dass diese Bayer die notwendigen Detailinformationen zur Verfügung stellen. Der Dritte ist verpflichtet, hierbei alle Vorgaben des Datenschutzrechts zu beachten.

Rechtlicher Hintergrund

Gemäss Pharma-Kooperations-Kodex ist es nicht erforderlich, geldwerte Zuwendungen für Transportkosten an eine Gruppe medizinischer Fachpersonen den einzelnen Fachpersonen zuzuordnen. Wird beispielsweise ein Shuttlebus für eine Gruppe medizinischer Fachpersonen organisiert, können diese Kosten aggregiert offengelegt werden.

 

Methodische Umsetzung

Bayer legt Transportkosten an eine Gruppe medizinischer Fachpersonen auf die einzelnen Fachpersonen zugeordnet offen. Können die Teilnehmenden aus organisatorischen Gründen nicht eindeutig ermittelt werden, kann der Gemeinschaftstransport als aggregierter Jahresbetrag offengelegt werden.

III. Konkrete Fragen zum Datenerfassungsbogen

Beispiele

Die heilmittelrechtlich zulässige Spende kann insgesamt an eine Organisation im Gesundheitswesen wie an ein Universitätsspital, an eine bestimmte Abteilung wie Klinik für Onkologie oder an eine Stiftung gehen.

 

Methodische Umsetzung

Soweit die heilmittelrechtlich zulässige Spende eindeutig einer Abteilung des Spitals zugewendet wird und diese Rechtspersönlichkeit hat, erfassen wir die Zuwendung entsprechend unter der Bezeichnung der jeweiligen Abteilung. Wird die heilmittelrechtlich zulässige Spende dagegen ganz allgemein dem Spital zugewendet, veröffentlichen wir die Zuwendung unter der Bezeichnung des Spitals.

Rechtlicher Hintergrund

Ein Sponsoringvertrag im Sinne des Pharma-Kooperations-Kodex ist jeder Vertrag, in dem Bayer eine Zuwendung für eine Veranstaltung, ein wissenschaftliches Projekt oder dergleichen im Gegenzug für eine angemessene Gegenleistung (zum Beispiel Erwähnung als Sponsor) tätigt.

 

Methodische Umsetzung

Bayer veröffentlicht die gesamte Sponsoringsumme, die im zugrundeliegenden Vertrag vereinbart ist. Diese richtet sich nach marktüblichen Ansätzen für die erhaltene Gegenleistung.

Methodische Umsetzung

Unter Fortbildungsveranstaltungen verstehen wir jegliche Veranstaltung (zum Beispiel Kongresse, Konferenzen, Symposien etc.), die einen medizinisch-wissenschaftlichen Schwerpunkt hat und der Fortbildung von medizinischen Fachpersonen dient.

Methodische Umsetzung

Teilnahmegebühren veröffentlichen wir grundsätzlich als geldwerte Zuwendung an die jeweiligen Fachpersonen in der Rubrik Registrierungsgebühren für eine Veranstaltung. Hier erscheint individualisiert für jede Fachperson der Gesamtbetrag der im Berichtszeitraum übernommenen Registrierungsgebühren.

 

Es ist auch möglich, dass wir die Übernahme solcher Gebühren unter dem Namen einer Organisation berichten. So kann Bayer beispielsweise einem Spital zusagen, die Registrierungsgebühren für eine bestimmte Anzahl an Ärzten zu übernehmen, die das Spital eigenständig auswählt. In diesem Falle ist das Spital Zuwendungsempfänger.

Methodische Umsetzung

Bayer berichtet die Übernahme jeglicher Reise- und Übernachtungskosten, die nicht im Zusammenhang mit Dienstleistungen oder Forschung und Entwicklung stehen, in dieser Kategorie. Das umfasst zum Beispiel Flugkosten, Kosten für Bahnreisen, Taxi- und Hotelkosten.

 

Wird eine Reise durch eine externe Reiseagentur organisiert, berichten wir die Verwaltungskosten der Reiseagentur nicht. Eine solche Agentur ist in jedem Fall vertraglich verpflichtet, uns die notwendigen Detailinformationen zur Verfügung zu stellen, um eine individuelle Berichterstattung für die einzelnen Teilnehmer zu ermöglichen.

 

In der Schweiz tragen die medizinischen Fachpersonen einen Drittel der Fortbildungskosten selbst, das heisst, dieser Betrag wird vor der Veröffentlichung abgezogen. Der von der medizinischen Fachperson geleistete Selbstbehalt ist demnach nicht in der Offenlegung enthalten.

Methodische Umsetzung

Bayer legt alle Zuwendungen offen, die medizinische Fachpersonen und Organisationen im Gesundheitswesen erhalten. Fallen infolge einer Absage Annullierungskosten an und übernimmt Bayer die Kosten teilweise, legen wir diese Zuwendungen offen.

Methodische Umsetzung

Organisiert eine Veranstaltungsagentur eine wissenschaftliche Veranstaltung (Kongress, Konferenz, Symposium etc.), die einen erkennbaren Bezug zu einer Organisation im Gesundheitswesen hat, erfolgt die Veröffentlichung der geldwerten Zuwendungen unter Nennung der Organisation, unabhängig davon, ob die Agentur oder die Organisation direkt Zuwendungsempfänger ist. Generell veröffentlichen wir die gesamte Sponsoringsumme. Wenn wir aber konkrete Informationen erhalten, dass nur ein bestimmter Teil der Summe der Organisation zugutekommt, berichten wir nur diesen Teil. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn die Organisation den Namen einer Traditionsveranstaltung auslizensiert hat und hierfür lediglich einen festgelegten Prozentsatz von Sponsoringeinnahmen erhält.

Methodische Umsetzung

Interne Fortbildungsveranstaltungen sind Veranstaltungen, die Bayer selbst veranstaltet. Bayer erhebt für solche Veranstaltungen keine Teilnahmegebühren, daher erfolgt in diesem Fall keine berichtspflichtige Zuwendung. Werden für die Teilnehmenden unserer internen Fortbildungsveranstaltungen Reise- und/oder Übernachtungskosten übernommen, veröffentlichen wir diese unter namentlicher Nennung der medizinischen Fachpersonen in der dafür vorgesehenen Kategorie (Einwilligung vorausgesetzt).

Rechtlicher Hintergrund

Dienstleistungs- und Beratungshonorare liegen entsprechende Dienstleistungs- und Beratungsverträge zugrunde. Bayer versteht darunter alle Zuwendungen als Gegenleistung für erbrachte Dienstleistungen, die nicht unter eine andere Berichtskategorie fallen.

 

Methodische Umsetzung

In der Kategorie Dienstleistungs- und Beratungshonorare erfassen wir jegliche Zuwendung, die wir als Gegenleistung für eine erhaltene Dienstleistung tätigen. Da die Expertise von medizinischen Fachpersonen und Organisationen im Gesundheitswesen essenziell für die Weiterentwicklung der Wissenschaft und Patientenversorgung ist, vergüten wir diese Leistungen auf Basis marktüblicher Ansätze. Vor allem fallen unter diese Kategorie Honorare für Referenten- oder Beraterverträge. Falls Dienstleistungen im Zusammenhang mit Aktivitäten stehen, die unter die Kategorie Forschung und Entwicklung fallen, veröffentlichen wir auch die Honorare unter dieser Kategorie.

 

In Einzelfällen können auch Sponsoringverträge mit medizinischen Fachpersonen abgeschlossen werden, wenn diese wissenschaftliche Veranstaltungen für Fachpersonen organisieren. Da scienceindustries hierfür keine Kategorie vorgesehen hat, veröffentlicht Bayer (Schweiz) AG diese Zuwendungen in der Kategorie Dienstleistungs- und Beratungshonorare.

Rechtlicher Hintergrund

Erstattet Bayer im Zusammenhang mit Dienstleistungs- und Beratungshonoraren weitere Auslagen, wie zum Beispiel Reise- und Übernachtungskosten, werden diese Kosten auch in der Kategorie Dienstleistungs- und Beratungshonorare veröffentlicht.

 

Methodische Umsetzung

Bayer veröffentlicht alle Auslagen, die im Zusammenhang mit der Erbringung von Leistungen stehen, in der Kategorie Dienstleistungs- und Beratungshonorare. Es kann vorkommen, dass lediglich Auslagen auf den Namen einer medizinischen Fachperson berichtet werden, nicht aber Honorare. Dies liegt daran, dass in manchen Fällen kein Honorar für die Leistung verlangt wird.

Methodische Umsetzung

Beziehen sich geldwerte Zuwendungen auf den Bereich Forschung und Entwicklung, veröffentlichen wir diese Zuwendungen in aggregierter Weise, das heisst ohne namentliche Nennung des Zuwendungsempfängers. Die Gesamtsumme aller Zuwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung wird im Bericht als aggregierte Summe dargestellt.

Methodische Umsetzung

Unter der Kategorie Forschung und Entwicklung veröffentlichen wir geldwerte Zuwendungen, die sich auf „regulatorisch erforderliche“ Studien beziehen. Als „regulatorisch erforderlich“ betrachten wir Studien, die notwendig sind, um die Zulassung für ein Arzneimittel zu erhalten oder dieses nach Erhalt der Zulassung zu überwachen (sogenannte post-marketing surveillance). Konkret gehören in diesen Bereich insbesondere die Planung und Durchführung von nicht-klinischen Studien (nach Massgabe der OECD Principles on Good Laboratory Practice), klinischen Prüfungen der Phasen I bis IV (nach Massgabe der Richtlinie 2001/20/EC) und nicht-interventionellen Studien gemäss Definition des Pharma-Kooperations-Kodex. Ferner erfassen wir unter dieser Kategorie auch Studien, die notwendig sind, um den Zusatznutzen eines Arzneimittels nachzuweisen und um dadurch die Erstattungsfähigkeit zu belegen oder aufrechtzuerhalten.

Methodische Umsetzung

Die Grundlagenforschung dient in der Regel dazu, neue Produkte zu entwickeln oder den Anwendungsbereich existierender Produkte zu erweitern. Deshalb legen wir Zuwendungen im Bereich der Grundlagenforschung in der Regel unter der Kategorie Forschung und Entwicklung offen.

 

Sofern wir Grundlagenforschung unabhängig von der Entwicklung neuer oder der Weiterentwicklung existierender Produkte durchführen, veröffentlichen wir diese Zuwendungen unter der Kategorie Dienstleistungs- und Beratungshonorare.

 

Unterstützen wir Grundlagenforschung mittels heilmittelrechtlich zulässigen Spenden, zum Bespiel an ein Universitätsspital oder eine Stiftung, veröffentlichen wir die entsprechenden geldwerten Zuwendungen in der Kategorie Geld-/Sachspenden.

L.CH.COM.BHC.02.2016.0206-DE/FR