Packungsbeilage

Patienteninformationen zu einem Arzneimittel

Die Packungsbeilage informiert über den Anwendungsbereich (sogenannte Indikation), Dosierung, Wirkung, mögliche Wechsel- und unerwünschte Wirkungen sowie Vorsichtsmassnahmen. Unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang mit der Medikamentenanwendung und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, die Ärzte im Verlauf der klinischen Studien und nach der Zulassung beobachten, müssen in der Packungsbeilage aufgeführt sein. Aus diesem Grund kann eine Packungsbeilage ausführlich sein.

 

Die Packungsbeilagen folgen einem einheitlichen Schema, das die Gesundheitsbehörden vorgeben. Die Behörden prüfen und genehmigen die Packungsbeilagen. Alle Packungsbeilagen werden regelmässig aktualisiert. Die folgenden Informationen geben Ihnen wichtige Hinweise zur Anwendung von Arzneimitteln.

 

Information Nr. 1

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt verschriebene Dosierung.

Die Dosierung – d.h. wie viel Sie von dem Medikament wie oft vor, während oder nach einer Mahlzeit einnehmen sollten – wurde in speziellen Dosisfindungsstudien sowie in klinischen Studien mit Hunderten oder Tausenden Patienten festgelegt.

 

Bei der optimalen Dosierung stehen gewünschte und mögliche unerwünschte Wirkungen in einem guten Verhältnis. Eine eigenmächtige Änderung der Dosierung kann die Wirkung des Medikaments beeinträchtigen und das Risiko unerwünschter Wirkungen erhöhen.

 

Information Nr. 2

Lesen Sie die Abschnitte über die Anwendungseinschränkungen, Vorsichtsmassnahmen und unerwünschten Wirkungen sorgfältig durch.

Die betreffenden Abschnitte erläutern, wann Sie das Medikament nicht anwenden oder nur unter ärztlicher Überwachung einnehmen sollten, zum Beispiel, wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren, eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion haben, gleichzeitig bestimmte andere Medikamente einnehmen oder wenn Sie schwanger sind.

 

Treffen Kriterien, die in der Packungsbeilage genannt sind, auf Sie zu, haben Sie ein erhöhtes Risiko, dass unerwünschte Arzneimittelwirkungen auftreten können. In diesem Fall sollten Sie die Einnahme zuerst mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen.

 

Information Nr. 3

Nehmen Sie das Verfallsdatum und die Informationen zur Lagerung ernst.

Wenn die Milch sauer wird, kann man es riechen. Ein Medikament dagegen, das zu alt ist oder falsch gelagert wurde, sieht häufig unverändert aus. Aber es kann seine Wirksamkeit verloren haben oder in der Verwendung nicht mehr gut verträglich sein.

 

Wenn Sie ein Medikament neu kaufen, beachten Sie die Informationen zur Lagerung in der Packungsbeilage oder auf der Faltschachtel. Und bevor Sie es einnehmen, vergewissern Sie sich anhand des Haltbarkeitsdatums auf der Faltschachtel, dass das Arzneimittel nicht abgelaufen ist. Verwenden Sie Arzneimittel nicht, wenn sie abgelaufen sind oder Sie nicht wissen, ob sie korrekt gelagert wurden. Im Zweifel zeigen Sie das Medikament Ihrem Apotheker und fragen ihn um Rat.

 

Information Nr. 4

Informieren Sie sich, welche unerwünschten Wirkungen ein Arzneimittel haben kann.

Die Packungsbeilage führt die unerwünschten Wirkungen auf und gibt an, mit welcher Häufigkeit sie beobachtet wurden. „Häufig“ bedeutet: bei einem von zehn bis einem vom 100 Patienten. „Sehr seltene“ unerwünschte Wirkungen betreffen weniger als einen von 10‘000 Patienten.

 

Nehmen Sie ein Medikament ein, achten Sie darauf, ob eine der erwähnten unerwünschten Wirkungen oder andere ungewöhnliche Reaktionen auftreten. Sollten Sie irgendeine Beeinträchtigung Ihres Wohlbefindens während der Einnahme des Medikaments wahrnehmen, fragen Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

L.CH.COM.BHC.09.2016.0364-DE/FR