Preisbildung und Patentschutz

Preise, Rückerstattung und Kopierschutz von Arzneimitteln

Arzneimittel werden nach der Zulassung nicht automatisch von der Grundversicherung vergütet. Erstattet werden nur Medikamente, die auf der sogenannten Spezialitätenliste aufgeführt sind. Über die Aufnahme auf die Spezialitätenliste und den Preis entscheidet das Bundesamt für Gesundheit. Die Behörde legt die Arzneimittelpreise fest und überprüft diese regelmässig.

 

Für die Preisfestsetzung ermittelt das Bundesamt für Gesundheit den therapeutischen Quervergleich (TQV, Behandlungskosten bereits zugelassener Arzneimittel für dieselbe Krankheit) und den Auslandpreisvergleich (APV, Vergleich mit den Preisen in Belgien, Dänemark, Deutschland, England, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Österreich und Schweden). TQV und APV werden gleichermassen gewichtet.

 

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite von Interpharma. Die Spezialitätenliste, das heisst eine Aufstellung aller kassenzulässigen Arzneimittel in der Schweiz, finden Sie hier.

Patente sind ein unverzichtbarer Anreiz für Investitionen in die Erforschung und Entwicklung neuer Produkte und Technologien. Ein zeitlich begrenzter Schutz vor Nachahmung dient allen: Die Investition kann sich rentieren und die Innovation kann nach Ablauf der Schutzfrist von allen genutzt werden.

 

Die gesetzliche Patentlaufzeit beträgt 20 Jahre und beginnt bei Patentanmeldung – in der Regel vor der vorklinischen Phase. Bei Marktzulassung läuft der Patentschutz durchschnittlich nur noch acht Jahre. Nach Ablauf des Patents können Nachahmerprodukte, sogenannte Generika, auf den Markt kommen.


Merkblatt "4 Dinge, die Sie vielleicht noch nicht über Patente wussten" (PDF, 158 KB).

 

 

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite von Interpharma.

L.CH.COM.BHC.06.2017.0487-DE/FR