Kurzinterview mit Therese Oesch, Schweizer PH-Verein (SPHV), Ehrenpräsidentin, Präsidentin von 2011 bis 2015

„Wir sind die „Lobby“ der Menschen mit Lungenhochdruck“

Therese Oesch
Therese Oesch

Therese Oesch, wie sind Sie mit der seltenen Krankheit Lungenhochdruck verbunden?

Therese Oesch: Im Jahr 2003 erhielt ich die Diagnose, an pulmonaler Hypertonie, an Lungenhochdruck, zu leiden. Als verheiratete aktive Frau mit zwei erwachsenen Kindern war das Leben von heute auf morgen anders. Bei der kleinsten Anstrengung bin ich in Atemnot. Rund um die Uhr brauche ich Sauerstoff. Ich kann nur noch leichte Arbeiten verrichten und bin auf Hilfe angewiesen. Die Krankheit zwingt einen überdies, sich mit dem Sterben auseinanderzusetzen.

 

Was möchte der Schweizer PH-Verein erreichen?

Therese Oesch: Der 2010 gegründete Schweizer PH-Verein ist in der Schweiz die „Lobby“ der Menschen mit Lungenhochdruck. Wir machen Öffentlichkeitsarbeit, unterstützen die Selbsthilfe, sensibilisieren den Gesundheitssektor, die Forschung und die Pharmaindustrie für unsere seltene Krankheit.

 

Was tut die Forschung?

Therese Oesch: Die Forschung hat in den letzten 15 Jahren Grossartiges geleistet. Wir haben Medikamente zur Verfügung, die den Krankheitsprozess in gewissen Fällen verlangsamen. Vorher belief sich die Lebenserwartung nach der Diagnose meist nur noch auf zwei bis drei Jahre.

L.CH.COM.BHC.02.2017.0423-DE/FR