Pharmaceuticals

Mehr Lebensqualität dank hochwertiger Medikamente

Die Division Pharmaceuticals forscht in mehreren therapeutischen Gebieten und trägt entscheidend zum medizinischen Fortschritt bei. Dank zahlreicher Innovationen verbessert sie die Gesundheit und damit die Lebensqualität der Menschen.

Jogging

 

Herz- und Kreislauferkrankungen sind in der Schweiz die Todesursache Nummer eins: Im Jahr 2013 wurden ein Drittel aller Todesfälle durch Erkrankungen des Herzkreislaufsystems verursacht.

 

 

Vorhofflimmern – die häufigste Herzrhythmusstörung

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung. Generell steigt die Häufigkeit des Vorhofflimmerns mit zunehmendem Alter an. Etwa 4% aller Personen über 60- und etwa 10% aller über 85 Jährigen leiden unter Vorhofflimmern. Beim Vorhofflimmern schlägt der Herzvorhof rasend schnell, er „flimmert“. Betroffene spüren dies meist als unregelmässigen Puls, Herzstolpern oder als anfallsartiges Herzrasen. Gleichzeitig wird die körperliche Belastbarkeit eingeschränkt und es entsteht eine innere Unruhe oder Angstgefühle. Vorhofflimmern kann aber auch unbemerkt bleiben.

 

Was viele nicht wissen: Vorhofflimmern verfünffacht das Risiko für einen Hirnschlag.

Wenn durch das Vorhofflimmern der Blutfluss in den Herzkammern stark verlangsamt ist, können sich Blutgerinnsel bilden. Diese können mit dem Blutstrom in die Hirnarterien gelangen und diese verstopfen. Vorhofflimmern verfünffacht das Risiko für einen Hirnschlag.

 

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Vorhofflimmern schwächt aber auch die Pumpfunktion des Herzens. Mit der Zeit führt dies zu einer starken Belastung der Herzfunktion: Das Herz pumpt weniger Blut in den Kreislauf, es entstehen ernsthafte Beschwerden. Kurzfristig sind die Herzkammern in der Lage, diesen Leistungsrückgang zu kompensieren; längerfristig aber werden die Herzkammern überlastet – es kommt zu einer ungenügenden Herzleistung (Herzschwäche, Herzinsuffizienz). Deshalb ist das Risiko für einen Herztod ist bei Vorhofflimmern Betroffenen verdoppelt.

 

 

Hirnschlag – jede Minute zählt

Etwa 16'000 Personen pro Jahr erleiden in der Schweiz einen Hirnschlag. Dabei wird ein Blutgefäss im Gehirn verstopft oder ganz verschlossen und von der Durchblutung abgeschnitten. Die Hirnregionen dahinter werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und wichtige Hirnfunktionen gehen verloren.

 

Eine plötzlich auftretende halbseitige Lähmung im Gesicht und am Arm und Sprechschwierigkeiten sind die häufigsten Symptome eines Hirnschlags. Auch Schwindel, Gehunfähigkeit, Blindheit oder ungewöhnlicher, sehr heftiger Kopfschmerz können Anzeichen sein.

 

FAST

 

Ein Hirnschlag ist ein akuter Notfall. Betroffene sollten sofort per Krankenwagen in ein spezialisiertes Hirnschlagzentrum („Stroke Unit“) eingewiesen werden.

Heute weiss man, dass die Zeit in der Behandlung von Hirnschlagpatienten sehr wichtig ist. Erfolgt die Behandlung in den ersten neunzig Minuten nach Beginn der Symptome, so ist sie doppelt so wirkungsvoll wie in den nachfolgenden neunzig Minuten.

 

 

Thrombosen – wenn das Blut Klumpen bildet

 

Crowd

 

Dass Blut gerinnen kann, ist für unseren Körper ein grosser Vorteil. Nach Verletzungen beispielsweise sorgt die Gerinnung dafür, dass sich Wunden schliessen können und wir nicht verbluten.

Es gibt aber auch Situationen, wo unser Blut gerinnt, wenn es gar nicht nötig wäre. Es bildet sich dann ein Blutgerinnsel (Blutpfropf, Thrombus), das nicht nur am Ort der Entstehung Arterien und Venen zu verstopfen droht. Im schlimmsten Fall löst es sich von der Gefässwand ab, wandert durch die Blutbahn und sorgt in anderen Organen für gefährliche Embolien – einen vollständigen oder teilweisen Verschluss eines Blutgefässes.

 

Wichtigster Risikofaktor für ein Blutgerinnsel in einer Vene ist die Bewegungslosigkeit, sei es auf langen Reisen, durch Bettlägerigkeit, Operationen oder Gipsverbände; aber auch im Alltag, zum Beispiel im Büro oder Auto. Daher sollten Sie sich alle 1-2 Stunden durch Laufen bewegen.

 

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Aber auch Operationen und Verletzungen erhöhen das Risiko für Thrombosen, und auch während der Schwangerschaft und im Wochenbett haben Frauen ein stark erhöhtes Risiko. Weitere Risikofaktoren sind zum unter anderem Rauchen, Übergewicht, die Einnahme von Hormonen oder angeborene Gerinnungsstörungen. In gewissen Situationen kann es notwendig sein, die Blutgerinnung mit Medikamenten zu hemmen.

 

 

Herzinfarkt – wenn die Versorgung im Herzmuskel ausfällt

Rund 60- bis 80-mal in der Minute zieht sich der Herzmuskel eines Menschen zusammen, um Blut durch den Körper zu pumpen. Damit versorgt das Herz die Organe mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen. Wenn sich ein Herzkranzgefäss komplett verschliesst – zum Beispiel wegen eines Blutgerinnsels – wird der Herzmuskel selbst oder Teile davon nicht mehr mit Sauerstoff versorgt. Die Folge kann ein Herzinfarkt sein. In der Schweiz erleiden rund 30‘000 Personen pro Jahr einen Herzinfarkt oder eine kurzzeitige Durchblutungsstörung des Herzens (Angina pectoris).

 

Die meisten Herzinfarkte beginnen langsam und sind von leichten Schmerzen, Unwohlsein, Atemnot Schwindel oder Schweissausbrüchen begleitet. Weil solche Symptome nicht eindeutig sind, warten manche Betroffene zu lange, ehe sie Hilfe suchen. Betroffene spüren möglicherweise Brustschmerzen oder starken Druck, Engegefühl oder Brennen hinter dem Brustbein. Der Schmerz strahlt manchmal in den Hals, die Arme, die Schultern oder in den Bauch aus. Die Schmerzen dauern länger als 15 Minuten und bessern sich nicht, wenn man sich Ruhe gönnt.

 

Ein Herzinfarkt ist ein lebensbedrohlicher Notfall, der eine unverzügliche Spitaleinweisung erfordert. Grundsätzlich gibt es auch Wege, das Risiko eines Herzinfarkts zu senken.

 

 

Bluthochdruck – eine Volkskrankheit

 

Bluthochdruck

 

Wenn das Herz schlägt, pumpt es Blut in die Arterien. Dabei baut sich ein Druck auf die Gefässwände auf, der systolische Blutdruck. Er ist wichtig und nötig: ohne ihn würde das Blut nicht durch den Körper transportiert und kein Sauerstoff und keine Nährstoffe zu den Organen und Geweben gelangen.

 

Ist der Blutdruck aber zu hoch, kann er zu schweren Gesundheitsschäden führen. Gemäss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt ein hoher Blutdruck dann vor, wenn der systolische Blutdruck bei 140 (Millimeter Quecksilbersäule) oder höher liegt und der diastolische, also das Druckminimum zwischen zwei Herzschlägen, bei 90 oder höher.

In der Schweiz leidet jede vierte Person an Bluthochdruck, Tendenz steigend. Betroffene spüren Bluthochdruck nicht, er verursacht keine Beschwerden. Trotzdem sind die möglichen Auswirkungen schwerwiegend: Hirnschlag, Herzinfarkt, Angina pectoris, Herzschwäche (Herzinsuffizienz), Durchblutungsstörungen in den Beinen oder Nierenschäden können die Folgen sein.

Mit einem gesunden Lebensstil können Sie dazu beitragen, Ihren Blutdruck im normalen Bereich zu halten. Mehr Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind ein wichtiger Beitrag. Es kann zusätzlich auch eine medikamentöse Einstellung des Blutdrucks nötig sein.

 

L.CH.COM.HC.10.2015.0735-DE/FR

 

 

Mögliche Beeinträchtigungen des Sehfeldes              Mögliche Beeinträchtigungen des Sehfeldes
bei der altersbedingten Makuladegeneration             beim diabetischen Makulaödem

 

           

 

 

Mögliche Beeinträchtigungen des Sehfeldes bei einem Augenvenenverschluss

 

RVO normale Sicht          RVO beeinträchtigte Sicht

 

Das Sehen verzerrter Linien, Ausfälle im Gesichtsfeld oder verschwommenes Sehen können Anzeichen einer altersbedingten Makuladegeneration, eines diabetischen Makulaödems oder eines Augenvenenverschlusses sein.

 

Altersbedingte Makuladegeneration

In den westlichen Industrienationen stellt die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) die Hauptursache für schwere Sehbehinderungen bei älteren Menschen dar. Von den 65- bis 74-jährigen Menschen ist rund jede zehnte, von den 75- bis 84-jährigen jede dritte Person betroffen.

 

Bei der altersbedingten Makuladegeneration wird die Makula, insbesondere die Fovea als Zentrum des schärfsten Sehens, beeinträchtigt. Es wird zwischen der trockenen und feuchten Form unterschieden.

 
 
Die altersbedingte Makuladegeneration betrifft die Sehsinneszellen der Netzhaut, die Pigmentschicht und die Aderhaut.
 
 
 
Bereits bevor betroffene Menschen Sehstörungen wahrnehmen, können Ablagerungen, sogenannte Drusen, beobachtet werden. Da diese Ablagerungen in der Regel mit dem Alter zunehmen, steigt auch das Risiko einer altersbedingten Makuladegeneration.
 
 
 
Im fortgeschrittenen Stadium der feuchten altersbedingten Makuladegeneration schwillt die Netzhaut im Bereich der Makula an, weil aus den neu gebildeten Blutgefässen Flüssigkeit austritt.

 

Mehr über die altersbedingte Makuladegeneration erfahren Sie auf: www.amd-diagnose.ch

 

 

Diabetisches Makulaödem

In den westlichen Industrienationen stellt das diabetische Makulaödem (DME) die häufigste Ursache für eine Sehbehinderung bei Menschen mit Diabetes unter 65 Jahren dar.

 

Je länger eine Diabetes mellitus-Erkrankung besteht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass im Auge Folgeerscheinungen auftreten. Durch diabetesbedingte Gefässveränderungen können auf der Netzhaut im Bereich der Makula Flüssigkeitsansammlungen, sogenannte Ödeme, entstehen. In diesem Fall spricht man vom diabetischen Makulaödem, das zu Sehbeeinträchtigungen führen kann. Das Zentrum der Makula, die sogenannte Fovea, ist auf maximale Sehschärfe und Farberkennung spezialisiert.

 

 
 
Charakteristisch sind die zunehmend geschädigten Blutgefässe in der Netzhaut und im weiteren Verlauf ein Flüssigkeitsaustritt. Sammelt sich Flüssigkeit in der Makula an, spricht man vom diabetischen Makulaödem.
 

Mehr über das diabetische Makulaödem erfahren Sie auf: www.dme-diagnose.ch

 

 

Makulaödem infolge eines Augenvenenverschlusses

Schätzungen zufolge sind weltweit gut 16 Millionen Menschen an einem Augenvenenverschluss (retinalen Venenverschluss) erkrankt. Dabei steigt die Häufigkeit mit zunehmendem Alter deutlich an.

 

Beim Verschluss einer Augenvene wird das Blutgefäss durch ein Blutgerinnsel (Thrombus) teilweise oder ganz verstopft. Dabei kommt es zu Störungen des Blutabflusses und unter Umständen auch zu Flüssigkeitsaustritt in die Netzhaut. Je nach Lage des retinalen Venenverschlusses unterscheidet man zwischen einem Zentralvenenverschluss und einem Venenastverschluss.

 

Eine mögliche Folgeerkrankung des retinalen Venenverschlusses ist das Makulaödem. Es handelt sich dabei um eine Ansammlung von Gewebeflüssigkeit im Bereich des schärfsten Sehens (Makula). Oft haben Betroffene erst Sehbeeinträchtigungen infolge des auftretenden Makulaödems.

 

Blutabfluss 

 

Beim Zentralvenenverschluss ist der Blutabfluss gestört. Blut kann aus undicht gewordenen Gefässen in die Netzhaut austreten.

 

 

Venenast

 

Der Venenastverschluss ist auch durch einen gestörten Blutabfluss gekennzeichnet und tritt meist dort auf, wo sich Arterien und Venen kreuzen.

 

L.CH.COM.STH.01.2016.0455-DE/FR

 

 

 

Bluterkrankheit (Hämophilie)

 

 Mutter und Sohn

 

Eine Schramme am Knie oder ein Schnitt im Daumen: Für Menschen mit Bluterkrankheit können selbst kleine Verletzungen gefährlich werden, da bei ihnen das Blut nicht sofort gerinnt.

 

Bei einer blutenden Wunde setzt der Körper normalerweise das Blutgerinnungssystem in Gang und die Blutung wird innert kurzer Zeit gestillt. Für diese Blutgerinnung braucht es jedoch ein funktionierendes Blutgerinnungssystem, unter anderem verschiedene Gerinnungsfaktoren. Diese bewirken, dass die Blutplättchen (Thrombozyten) im Falle einer Verletzung „verkleben“ und einen Pfropfen bilden können. Das Blutgefäss wird abdichtet und die Blutung gestillt.

 

In der Schweiz gibt es rund 750 Menschen mit Hämophilie, der Bluterkrankheit. Sie haben nicht genügend funktionstüchtige Gerinnungsfaktoren. Dadurch können die Blutplättchen nicht ausreichend „verkleben“ und die Wunde blutet länger. 80 bis 85 Prozent dieser Patienten können den Blutgerinnungsfaktor VIII nicht ausreichend bilden (sogenannte Hämophilie A).

 

Spontane und wiederholte Blutungen

Betroffene Menschen leiden je nach Schweregrad der Hämophilie unter starken, lang anhaltenden Blutungen. Sind diese äusserlich sichtbar, werden sie in der Regel rasch erkannt und behandelt. Innere Blutungen hingegen sieht man nicht sofort, weshalb sie oft gefährlicher sind.

 

Die Gerinnungsstörung kann zu spontanen Blutungen in Gelenke, Muskeln und verschiedene Organe führen. Solche Blutungen, etwa in Knie-, Ellbogen- oder Fussgelenke, treten bei Kindern mit Bluterkrankheit im Wachstum rund einmal pro Woche auf, im Erwachsenenalter seltener. Wiederholte Gelenkblutungen können nach und nach wichtige Gelenkstrukturen zerstören und zu einer dauernden Körperbehinderung mit Schmerzen und Funktionseinbussen führen.

 

Genetisch bedingt

Hämophilie bezeichnet eine angeborene Blutgerinnungsstörung, die vorwiegend nach einem bestimmten Muster über ein Erbmerkmal (Gen) auf dem X-Chromosom vererbt wird. Rund 30 Prozent der Genveränderungen passieren zudem spontan, sodass Hämophilie auch in Familien auftreten kann, die bislang nicht betroffen waren.

 

Frauen haben zwei X-Chromosomen (XX). Enthält eines ihrer X-Chromosomen eine fehlerhafte Erbinformation für den Bau eines Gerinnungsfaktors, wird dies normalerweise durch das andere, intakte X-Chromosom kompensiert. Bekommt diese Frau ein Kind, vererbt sie eines ihrer zwei X-Chromosomen. Die Chance, dass sie das fehlerhafte X-Chromosom weitergibt, beträgt 50 Prozent.

 

Männer haben ein X- und ein Y-Chromosom (XY). Gibt eine Frau ein fehlerhaftes X-Chromosom an einen Sohn weiter, kann er das nicht durch ein gesundes zweites X-Chromosom ausgleichen. Der Junge wird an Hämophilie leiden.

 

Arzt

 

Ersetzen, was dem Blut fehlt

Bis Anfang der 50er-Jahre betrug die Lebenswartung von Menschen mit der Bluterkrankheit kaum 20 Jahre. Nachdem entdeckt wurde, dass fehlende Gerinnungsfaktoren die Ursache der Erkrankung sind, führte die Einführung von Faktor-Medikamenten in den Jahrzehnten danach zu einer drastischen Verbesserung der Lebensqualität. Die Entdeckung der entsprechenden Gene in den 80er Jahren schuf dann die Grundlage für rekombinante Faktorpräparate. Heute haben Betroffene eine ähnliche Lebenserwartung wie Gesunde und können bei frühzeitiger Prophylaxe ein fast normales Leben führen.

 

L.CH.COM.HC.12.2015.0794-DE/FR

 

 

 

Krebs ist ein Sammelbegriff für viele verschiedene Erkrankungen. Denn bösartige Krebszellen können sich aus beinahe jedem Zelltyp des menschlichen Körpers entwickeln. Gegen 40‘000 Personen in der Schweiz erkranken jährlich an Krebs, am häufigsten an Prostata-, Brust-, Darm- und Lungenkrebs.

 

Entstehung

Bei Krebserkrankungen beginnen sich eigentlich „normale“ Zellen unkontrolliert zu vermehren. Diese sogenannten Krebszellen wachsen in umliegendes Gewebe ein und zerstören oder verdrängen dieses. Ausserdem können sich Krebszellen vom ursprünglichen Herd lösen und anderweitig im Körper Ableger, sogenannte Metastasen, bilden.

 

Ursache

Auslöser einer Krebserkrankung sind Veränderungen im Erbgut der Zellen. Der Alterungsprozess der Zellen, einseitige Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen sowie äussere Einflüsse wie Viren, Schadstoffe und UV-Strahlung können unter anderem solche Veränderungen begünstigen. Zudem können erbliche bzw. genetische Faktoren eine Rolle spielen.

 

Behandlung und Rehabilitation

Zur Krebsbehandlung stehen je nach Art und Stadium der Erkrankung verschiedene Optionen zur Verfügung wie Operation, Strahlentherapie und medikamentöse Therapien. Zusätzlich kann ein onkologisches Rehabilitationsprogramm helfen, die Lebensqualität zu verbessern und die Wiedereingliederung in den Alltag bzw. ins Berufsleben zu erleichtern.

 

L.CH.COM.ONC.08.2017.0520-DE/FR

 

 

Grosse Erfahrung in der Frauengesundheit

 

Bayers grosse Erfahrung auf dem Gebiet der Hormonforschung geht zurück in die 20er-Jahre des letzten Jahrhunderts. Sie legte den Grundstein für eine Reihe von Innovationen. Bereits 1928 konnte das weltweit erste Östrogenpräparat zur Behandlung von Wechseljahrbeschwerden angeboten werden. Das erste Gestagenpräparat zur Vorbeugung von Fehlgeburten kam 1933 auf den Markt. Und 1961 folgte dann die erste Anti-Baby-Pille Europas. Seither konnte Bayer HealthCare Pharmaceuticals mit innovativen gynäkologischen Produkten die Gesundheitsbetreuung von Frauen laufend verbessern.

 

Empfängnisverhütung: verlässliche Familienplanung

 

Empfängnisverhütung

 

Heute existiert eine grosse Anzahl von zuverlässigen Methoden zur Schwangerschaftsverhütung. Eine umfangreiche Information über die verschiedenen Verhütungsmethoden ist deshalb sehr wichtig. Je nachdem in welcher Lebensphase man sich gerade befindet, eignen sich gewisse Methoden besser als andere. Allenfalls sollten gewisse Methoden sogar vermieden werden. Die fachkompetente Beratung einer Ärztin, eines Arztes unterstützt die Auswahl der passenden individuellen Verhütungsmethode.

 

Hormonelle Empfängnisverhütung

Die Möglichkeit, bewusst zu entscheiden, ob und wann Kinder gewünscht sind, hat auch die Rolle der Frau in der Gesellschaft erheblich gestärkt. Dank moderner hormoneller Verhütungsmittel können Paare heute ihre Familie zuverlässig planen und ihre Sexualität ohne Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft geniessen.

 

Hormonelle Verhütungsmittel enthalten Hormone, die ähnlich wirken wie die natürlichen Sexualhormone, die im Körper der Frau gebildet werden. Es gibt mehrere unterschiedliche Methoden der hormonellen Verhütung. Dazu gehören etwa Pillen, Hormonspiralen, Verhütungspflaster, Vaginalring, Implantate sowie Injektionspräparate.

 

Alle hormonellen Verhütungsmittel sind rezeptpflichtig und müssen ärztlich verschrieben werden. In einem Beratungsgespräch mit der Frauenärztin bzw. dem Frauenarzt wird individuell für die betreffende Frau geeignete Form der (hormonellen) Verhütung bestimmt und verschrieben werden. Bei der Wahl werden mehrere wichtige Faktoren berücksichtigt: das Alter der Frau, ihr allgemeiner Gesundheitszustand, die gesundheitliche Vorgeschichte sowie die gesundheitliche Familienvorgeschichte, ihre aktuelle Lebenssituation, ihre persönlichen Vorlieben, und nicht zuletzt ihre Erwartungen an das gewählte Verhütungsmittel. Bei der Verschreibung von hormonellen Verhütungsmitteln sind die Risiken und möglichen Nebenwirkungen (zum Beispiel Thrombosen) zu beachten und gegen den Nutzen der Behandlung abzuwägen.

 

Hormonfreie Empfängnisverhütung und natürliche Verhütung

Hormonfreie Verhütungsmethoden basieren auf verschiedenen Wirkungsweisen. Eine davon ist die lokale Fremdkörperreaktion, die einerseits die Beweglichkeit und Lebensdauer der Spermien reduziert, andererseits den Transport der Eizelle in die Gebärmutter hemmt und das Einnisten der befruchteten Eizelle stört.

 

Eine andere Wirkungsweise haben die Mechanischen Methoden oder auch Barriere-Methoden: sie bilden auf unterschiedliche Arten eine Barriere für Spermien. Die Samenzellen gelangen dabei nicht zur befruchtungsfähigen Eizelle.

 

Die sogenannte natürliche Verhütung orientiert sich am Zyklus der Frau. Anhand der Körpertemperatur und/oder der Veränderung der Schleimstruktur in der Scheide werden die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage im Zyklus ermittelt. Diese Methoden verlangen sehr viel Disziplin und bieten nur eine tiefe bis maximal mittlere Zuverlässigkeit.

 

Ausführliche Informationen zum weiblichen Zyklus und zu den unterschiedlichen Verhütungsmethoden finden Sie auf dieser Website zum Thema Verhütung.

 

Endometriose: Verirrtes Gewebe

 

Endometriose

 

Manchmal herrscht Ausnahmezustand im Frauenkörper: Einmal pro Monat – oder auch häufiger – werden in der Schweiz rund 190‘000 Frauen von heftigen Schmerzen im Unterleib geplagt. Lang anhaltende Blutungen bis hin zu Übelkeit und Ohnmacht schränken ihr Alltagsleben ein. Die Ursache: Endometriose, eine hormonell und entzündlich bedingte Erkrankung, hervorgerufen durch fehlplatziertes Gebärmutterschleimhautgewebe. Häufig sind die Schmerzen chronisch und machen Probleme beim Geschlechtsverkehr oder bei der Blasen- und Darmentleerung. Allzu oft ist Endometriose die Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch.

 

Auch wenn rund zehn Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter an Endometriose leiden, wird sie bei vielen Betroffenen erst nach Jahren festgestellt: Vom ersten Auftreten der Beschwerden bis zur Diagnose können bis zu zehn Jahre verstreichen. „Bisher ist Endometriose – im Gegensatz zu vergleichbaren Krankheiten, bei denen ebenfalls Schmerz das Hauptsymptom ist – in der Gesellschaft noch nicht ausreichend bekannt, was zur verzögerten Diagnosestellung und damit dem langen Leidensweg beiträgt“, sagt Dr. Thomas M. Zollner, Leiter der Forschungsabteilung Gynäkologische Therapien bei Bayer. „Oft werden die Symptome nicht ernst genommen und auf ganz normale Regelbeschwerden reduziert. Für diese Frauen bedeutet das eine zusätzliche psychische Belastung“, erklärt der Mediziner. Denn erst wenn die betroffenen Frauen wissen, woran sie leiden, können sie eine geeignete Therapie ins Auge fassen.

 

Weitere Informationen zum Thema Endometriose finden Sie auf dieser Webseite.

 

Wechseljahre: Wechselhafte Zeiten

 

Wechseljahre

 

Die Wechseljahre (Klimakterium) sind ein natürlicher Lebensabschnitt im Leben einer Frau, meist im Alter zwischen 45 und 55 Jahren. In dieser Phase stellen die Eierstöcke ihre Tätigkeit langsam ein. Die Bildung der Sexualhormone Östrogen und Progesteron lässt nach. Die Ursachen hierfür liegen im natürlichen Alterungsprozess und den damit verbundenen hormonellen Umstellungen. Beim den Wechseljahren handelt es sich also um einen physiologischen Umstellungsprozess und nicht um eine Krankheit. Jede Frau erlebt und empfindet die damit verbundenen Symptome und Beschwerden sehr unterschiedlich, die Lebensqualität wird teilweise stark beeinflusst. Der Rückgang der Hormonproduktion kann verschiedene Symptome, wie zum Beispiel Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen nach sich ziehen. Bei vielen Frauen kommen weitere Symptome wie Schlafstörungen, Energie- und Libidoverlust, Stimmungsschwankungen oder Reizbarkeit hinzu. Als ernstes gesundheitliches Problem kann der Östrogenmangel einen Verlust an Knochenmasse (Osteoporose) verursachen, der in späteren Jahren zu folgenschweren Knochenbrüchen führen kann.

 

Wechseljahresbeschwerden sind Frauen nicht hilflos ausgeliefert. Ganz allgemein sollten betroffene Frauen ihr Gewicht kontrollieren, sich regelmässig bewegen, nicht Rauchen und exzessiven Alkoholgenuss vermeiden. Falls mit gesundem Lebensstil die Beschwerden nicht gelindert werden können und eine Behandlung gewünscht wird, kann eine mit der Ärztin oder dem Arzt individuell abgestimmte Behandlung angegangen werden. Allerdings müssen Gegenanzeigen, Vorsichtsmassnahmen und unerwünschte Wirkungen vor einem Behandlungsentscheid mitberücksichtigt werden.

 

L.CH.COM.WHC.11.2015.0865-DE/FR

 

 

Mature Couple

 

Männer können im Laufe ihres Lebens Beschwerden entwickeln, über die sie gerne schweigen, wie zum Beispiel Erektionsstörungen oder andere Erkrankungen, die durch einen Testosteronmangel verursacht werden können. Beide Themen sind jedoch längst kein Tabu mehr.

 

Altersbedingter Testosteronmangel

Ab dem 40. Lebensjahr beginnt die Testosteronproduktion in den Hoden zu sinken, was dem normalen Alterungsprozess entspricht. Ein Testosteronmangel kann entstehen, wenn der Hormonspiegel übermässig absinkt. Man weiss heute, dass der durchschnittliche Testosteronspiegel eines über 70-jährigen Mannes nur noch rund zwei Drittel des Wertes eines jungen Mannes erreicht.

 

Testosteron wird grösstenteils im Hoden gebildet und übernimmt wichtige Funktionen: Beim ungeborenen Kind beeinflusst es die Entwicklung zum männlichen Geschlecht, führt während der Pubertät zur Ausbildung der typischen Merkmale eines erwachsenen Mannes und sorgt später für den Erhalt des männlichen Erscheinungsbildes.

 

Das Testosteron wirkt in allen Lebensphasen des Mannes und praktisch in allen Organen des Körpers. Auch die Stimmung beeinflusst es positiv.

 

Ein Testosteronmangel, in der Fachsprache "Hypogonadismus" genannt, kann unterschiedliche Ursachen haben, eine davon ist der altersbedingte Rückgang der Testosteronproduktion.

 

Ein altersbedingter Hormonmangel tritt nicht plötzlich ein, sondern entwickelt sich langsam und macht sich oft erst im fortgeschrittenen Stadium durch verschiedene Anzeichen bemerkbar, wie zum Beispiel Rückgang der sexuellen Lust oder der Erektionsfähigkeit. Zudem können Begleiterkrankungen, wie zum Beispiel starkes Übergewicht oder Diabetes Typ II einen Testosteronmangel begünstigen.

 

Ob tatsächlich ein Testosteronmangel die Ursache der Beschwerden ist und ob eine Hormonersatz-Therapie angezeigt ist, kann nur der Arzt feststellen. Er kann im Dialog mit dem Patienten über die geeignete Behandlung entscheiden.

 

Mehr über das Thema Testosteronmangel erfahren Sie in der Broschüre "Testosteron – was der Mann darüber wissen sollte".

 

 

 

 

   Broschüre ansehen (PDF, 0,5 MB)

 

  

 

 

 

 

Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion)

In der Schweiz sind über 350 000 Männer in der sexuellen Lebensqualität beeinträchtigt, weil sie unter Erektionsproblemen leiden. Viele getrauen sich nicht, darüber zu sprechen. Dabei ist ein erfülltes Liebesleben in der Partnerschaft für die meisten Paare ein zentrales Thema.

 

Unter erektiler Dysfunktion verstehen Mediziner die Schwierigkeit, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu bekommen und aufrechtzuerhalten. Meist handelt es sich um eine organische Störung, die sich auch durch eine intensive Stimulation nicht beheben lässt. Das bedeutet, dass das komplexe Zusammenspiel von Nervensignalen, Botenstoffen und Muskelzellen gestört ist. Auch Kreislauf- und Gefässkrankheiten, Bluthochdruck oder Diabetes können die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen. Die Häufigkeit steigt bei Männern ab 40 deutlich an.

 

L.CH.COM.PM.06.2017.0339-DE/FR

 

 

Atemlosigkeit

 

Blaue Lippen, Atemnot, Müdigkeit, Erschöpfung?

Das sind mögliche Anzeichen auf Lungenhochdruck, die sich bei körperlicher Anstrengung verstärken. Ein allgemeines Bewusstsein für das Erkennen dieser Symptome hilft, Leben zu retten!

 

Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie, PH)

Man geht davon aus, dass weltweit mehr als 25 Millionen Menschen an Lungenhochdruck leiden. Die Erkrankung kann Menschen jeden Alters, auch Kinder, betreffen. Das Durchschnittsalter bei Diagnosestellung liegt bei rund 50 Jahren.

 

Lungenhochdruck, in der Fachsprache pulmonale Hypertonie (PH) genannt, ist eine rasch fortschreitende und lebensbedrohliche Erkrankung der Lunge und des Herzens. Der Druck in den Lungenarterien ist deutlich erhöht, was zu Herzversagen und zum Tod führen kann. Es werden fünf Gruppen von Lungenhochdruck unterschieden.

Die Erkrankung hat tiefgreifende Auswirkungen auf den Alltag betroffener Menschen, zum Beispiel Mühe beim Treppensteigen, beim Zurücklegen kurzer Strecken oder beim Ankleiden. Viele Patienten sind gar gezwungen, mit der Arbeit aufzuhören.

 

Herz

 
Der Bluthochdruck im Lungenkreislauf führt dazu, dass die rechte Herzkammer stärker pumpen muss, um das Blut in die Lungen zu befördern. Bei dieser dauerhaften Mehrbelastung vergrössert sich die rechte Herzhälfte und verliert mit der Zeit die Fähigkeit, ausreichend Blut in die Lungen zu pumpen. Dadurch wird das Herz schneller erschöpft und die Sauerstoffversorgung beeinträchtigt.

 

L.CH.COM.HC.04.2017.1107-DE/FR

 

 

Radiologie

 

Bevor die Ärzte einen Behandlungsplan erstellen können, müssen sie wissen, welche Erkrankung vorliegt und wie weit diese bereits fortgeschritten ist. Dafür dient u.a. die Radiologie.

 

Diagnostische Bildgebung

Damit Ärzte die Möglichkeit einer bestimmten Erkrankung ausschliessen oder die Ursache bestimmter Symptome identifizieren können, ist möglicherweise eine Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung erforderlich, wie zum Beispiel ein Computertomographie-Scan (CT) oder Magnetresonanztomographie-Scan (MRT).

 

Ein Computertomographie-Scan dauert nur wenige Sekunden und wird deshalb bei Notfallpatienten bevorzugt eingesetzt. Es können nahezu alle Körperteile visualisiert werden. Das Verfahren wird sowohl zur Auffindung und Charakterisierung von Erkrankungen und Verletzungen als auch zur Planung von chirurgischen Eingriffen und anderen medizinischen Behandlungen eingesetzt.

 

Mithilfe von Magnetresonanztomographie können eine Vielzahl von Erkrankungen – von Hirnblutung über entzündliche Prozesse im Körper, Gehirnerschütterungen bis hin zu Krebs – diagnostiziert, aktuelle Behandlungserfolge oder -misserfolge beurteilt und zukünftige Behandlungen geplant werden.

 

Der Radiologe entscheidet, ob für die Untersuchung ein Kontrastmittel notwendig ist und ob dieses von Hand oder mittels eines Injektors in eine Vene oder Arterie verabreicht werden sollte. Kontrastmittel werden bei CT- und MRT-Verfahren zur Verbesserung der Bildqualität, Sichtbarmachung weiterer Informationen, Identifizierung kleiner Krankheitsherde oder zur Charakterisierung und Differenzierung bestimmter Gewebestrukturen eingesetzt.

 

Nach Abschluss des medizinischen Bildgebungsverfahrens wertet der Radiologe die Bilder aus und der behandelnde Arzt kann die Ergebnisse mit dem Patienten besprechen.

 

Wir bieten den Radiologen neben Kontrastmitteln für CT- und MRT-Anwendungen auch Injektionssysteme zu deren Verabreichung sowie Hilfsmittel zur Qualitätskontrolle.

 

L.CH.COM.RI.12.2017.0221-DE/FR

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